|
Einspruch gegen den Richard
Wagner-Kult:
Arien für Arier?
„Dass man sich in
Deutschland über Wagner betrügt, befremdet mich nicht,“ notierte
Friedrich Nietzsche vor 125 Jahren. „Die Deutschen haben sich
einen Wagner zurechtgemacht, den sie verehren können: … sie sind
damit dankbar, dass sie missverstehn.“[01] Selten war Nietzsches
Beobachtung so zutreffend wie heute, im „Richard-Wagner-Jahr
2013“...
Das Ende der Hinnehmbarkeit:
In Syrien ist Handeln angesagt!
Berichte über den
Einsatz von chemischen Kampfstoffen gegen die syrische
Opposition und Zivilisten verdichten sich. Auch der israelische
Militärnachrichtendienst sieht es mittlerweile als
wahrscheinlich an, dass syrische Truppen am 19. März chemische
Kampfstoffe gegen Rebellen in der Stadt Homs eingesetzt haben...
Psychologie und Gesellschaftskritik:
Diversität sich scheinbar widersprechender Antisemitismen
Nationalisierende Selbstbilder stimulieren antisemitische
Fremdbilder…
Regensburg:
Auszeichnungen für standhafte Wirte
Weil junge Nazis in Regensburg
einen Barkeeper prügelten, der sich vor eine bedrängte farbige
Mutter und deren Kind gestellt hatte, verweigern mittlerweile
rund 170 von 250 Wirten in der Innenstadt Nazis Eintritt und
Bedienung. Ihre Initiative weitet sich in Deutschland aus...
Ernüchterung in Niederbayerns
NPD-Zentralort Deggendorf:
Nach "Stolpersteinen" nun Altnazi-Gedenktafel?
Weil sich immer mehr Menschen aller
Altersstufen, religiöser und parteipolitischer, wirtschaftlicher
und gesellschaftlicher Gruppierungen im "Netzwerk Bunter
Landkreis Deggendorf" zusammenfanden, kam es im Spätherbst 2012
unter der Verantwortung der Stadt zur Verlegung der
"Stolpersteine"...
Ein Familienroman:
Schattenbilder
Der 1945 geborene Schriftsteller und
ehemalige Lehrer Sigfrid Gauch hat sich in seinen Romanen immer
wieder mit der nationalsozialistischen Vergangenheit
Deutschlands auseinander gesetzt – und wie sie bis heute
fortwirkt. Seine 1979 erschienene Erzählung Vaterspuren steht
hierfür. Die Vergangenheit bearbeitete er mit literarischen
Mitteln, aber zugleich in bewusster Erinnerung und
Auseinandersetzung mit seiner eigenen Familiengeschichte...
Die Frage aller Fragen:
Warum die Deutschen? Warum die Juden?
Warum ermordeten Deutsche sechs Millionen Männer, Frauen und
Kinder, und das aus einem einzigen Grund: weil sie Juden waren?
Wie war das möglich? Wie konnte ein zivilisiertes und kulturell
so vielschichtiges und produktives Volk derart verbrecherische
Energien freisetzen?…
München, Zenettistrasse:
Jetzt musst du sterben!
Vielleicht erinnern sich noch einige
Münchner an den Überfall einer Nazitruppe auf einen griechischen
Passanten in Untergiesing. Eine Ur-Enkelin des
Hilter-Wegbereiters Franz Maria von Papen feuerte die Schläger
damals an; besonders grausam trat deshalb deren damaliger
Lebenspartner auf den Kopf des Opfers ein. Der “Kanake” sollte
sterben…
NSU-Morde:
Aysen Tasköprü weist Gauck-Einladung zurück
Im
Juni 2001 wurde in Hamburg Süleymann Tasköprü ermordet. Täter
waren die Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aus Jena. Die
Polizei ging jahrelang von einem Mord im “Milieu” aus,
verdächtigte Angehörige und Bekannte. Nun hat Bundespräsident
Gauck die Angehörigen der Opfer eingeladen, um seine
Betroffenheit auszudrücken, doch Aysen Tasköprü, Schwester von
Süleymann und Nebenklägerin im NSU-Prozess lehnt die Einladung
ab. Warum? Das schreibt sie in einem Brief an Gauck, den
Publikative.org dokumentiert…
Höredition:
"Die Quellen sprechen"
Mit einer Auftaktveranstaltung im Jüdischen
Gemeindezentrum in München startete Ende Januar das umfassende
Langzeitprojekt zur Holocaust-Dokumentation “Die Quellen
sprechen”…
Kammeroper für die "Sprachen der
Minderheiten":
Esther Dischereit über ihr NSU-Libretto-Projekt
Um eine der "erschütterndsten
Mordserien der Bundesrepublik" künstlerisch zu verarbeiten,
verfolgt die Schriftstellerin Esther Dischereit die Sitzungen
des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages. Mit dem
Komponisten Gabriel Iranyi arbeitet sie an einer Oper, die die
Opfer und Hinterbliebenen sichtbar machen soll...
Januar 2013:
Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jh.
Wie artikuliert sich im 21. Jahrhundert
judenfeindliches Gedankengut? Und wann ist eine Äußerung
antisemitisch? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Sprach-
und Kognitions-wissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel und der
Historiker Jehuda Reinharz anhand einer datenreichen
Untersuchung des aktuellen judenfeindlichen Sprachgebrauchs…
Bis zum 30. Januar 1933:
Ganz
normale Deutsche
Felix A. Theilhaber, geboren
1884 in Bamberg, war Arzt (Dermatologe), Schriftsteller und
Soziologe. Er emigrierte 1935 nach Palästina und starb 1956 in
Tel Aviv…
Dokus, Spielfilme
und Disskussionsrunden:
Fernsehtipps für Februar
Vom 01. bis 15. Februar 2013....
Gedenktage:
Ganz nach Belieben?
In seiner
Begrüßung der Gäste sah sich der Direktor der Budge-Stiftung,
Heinz Rauber, veranlasst, auf einen unangemessenen Umgang der
Politik mit dem Internationalen Holocaust-Gedenktaghinzuweisen.
Es sei nicht vertretbar, dass der Deutsche Bundestag darauf
verzichte, am 27. Januar eine öffentliche Gedenkstunde
abzuhalten…
[
3 0. J a n u a r 1 9 3 3 ]
Web-Tipp:
Neue Yad Vashem-Internetseite in deutscher Sprache
Neben der zentralen Datenbank
mit den Namen der Opfer der Schoa und der Datenbank der
Deportationen mit Informationen zu 500
Deportationstransporten, bietet die neue Seite historische
Informationen und Lehrmaterial über den Holocaust,
Videovorträge führender deutschsprachiger Wissenschaftler
und neue Online-Ausstellungen...
30. Januar 1933:
Inge Deutschkron im Video
Als
Zehnjährige wird Inge Deutschkron, Jahrgang 1922, in
Berlin mit dem Rassenwahn der Nazis konfrontiert, in den
folgenden zwölf Jahren lebt sie in ständiger Angst vor
Übergriffen und Verhaftung. Während der Vater nach England
emigrieren kann, warten Inge und ihre Mutter vergeblich
auf eine Möglichkeit nachzureisen…
30. Januar 2013:
Inge Deutschkrons Rede im Bundestag
Redetext und Video……
Der
Tag des Widerrufs:
Erinnerungen an den 30. Januar 1933 Auch dieser Tag
verlief, von heute aus gesehen, im "Dunkel des gelebten
Augenblicks". Das ist eine wohlbekannte Formel aus der
Philosophie von Ernst Bloch und will sagen, daß nicht nur
der Einzelne, sondern manchmal auch die sogenannte
Menschheit den folgenreichsten Augenblick ihres Daseins
zwar als Vorgang erlebt, doch ohne zu ahnen, was sich bei
diesem Vorgang für ihre Gegenwart und Zukunft ereignet
hatte. Das Dunkel steckt mitten in der Tageshelle....
Warnung:
O Falladah, da du hangest!
Helft ihnen doch! Und tut es in
Bälde! Sonst passiert euch etwas, was ihr nicht für
möglich haltet!....
Ausführliches Selbstlob:
Keine Blumen zum Geburtstag!
Der
Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ (VS) in
Baden-Württemberg beging am 5. Dezember 2012 seinen 60.
Geburtstag mit einer offiziellen Veranstaltung und einer
Festschrift. Grund genug sich dem Geburtstags“kind“ und
seiner Festschrift einmal genauer zu widmen…
Really amazing Discoveries:
Chasaren, Tempelbau und andere Fantastereien
Der Vorsitzende der
Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Arno Hamburger,
hat deutliche Kritik an einem judenfeindlichen Vortrag von
Walter Veith geübt und sieht sich von dem Veranstalter
falsch interpretiert. Von „antisemitischen Stereotypen“ in
dem Vortrag spricht die Chefredakteurin des jüdischen
Magazins „haGalil“. Veith weist den Vorwurf des
Antisemitismus zurück…
Ganz frisch:
Mehr Januar-Fernsehtipps
Vom 16. bis 31.
Januar 2013…
|