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Judentum und Israel
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Nachrichten im Deutschland-Archiv von hagalil.com
Nachrichten aus Deutschland, zu Antisemitismus, Nazismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamismus und ein paar andere auch noch...
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Januar - Mai 2012
Abmahnkampagnen:
Gegen Amadeu-Antonio-Stiftung, haGalil u.a.
Abmahnanwälte sind ein echtes Ärgernis - so auch die Kanzlei ksp aus Hamburg. Sie vertritt die Nachrichtenagentur AFP und fordert von Publikative.org mehr als 1200 Euro, weil angeblich urheberrechtlich geschütztes Material benutzt wurde. Das ist zwar Unsinn, die Sache kostet dennoch Zeit und Geld…

Erinnerungen an Familie Fuss:
"Tati" blieb ihnen treu
Über die mitunter heldenhafte Rolle nichtjüdischer Dienstmädchen ist wenig bekannt…

Warnung:
O Falladah, da du hangest!
Ein romantisches Lied, in der Zeit der Neuen Sachlichkeit…

Web-Tipp:
Nach der Schoah
Ein neues Internetprojekt des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts stellt lexikalisch Informationen über alle jüdischen DP-Camps und Communities in Bayern nach 1945 zusammen. Insgesamt sind nahezu 200 DP-Gemeinden, -Lager, -Kibbuzim, -Krankenhäuser und -Sanatorien nachweisbar. Die zweisprachige Webseite (deutsch/englisch) ist nach Regierungsbezirken aufgeteilt und ermöglicht sowohl eine Suche per Stichwort wie auch mittels einer interaktiven Karte...

Der deutsche Frühling
Oder: Von der Selbstzähmung der Deutschen
Dem Intellektuellen auf Platz 20 der Cicero-Liste ist diesen Frühling auch wieder etwas rausgebrochen. Platz 20 heisst Sloterdijk und gilt gemeinhin als Philosoph. Und er ist überdies recht bekannt, denn er moderiert gemeinsam mit seinem Kollegen Safranski (übrigens Platz 136) das Philosophische Quartett im ZDF. In eben dieser Sendung ist es aus ihm rausgebrochen...

Mannheim:
Erinnerungskultur zur "Arisierung"
Die Forschungsarbeit von Paulmann und Fritsche, die in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte entstanden ist, zeigt die beklemmende Realität der Arisierung in ihrer ganzen Breite. Sie endet allerdings nicht – wie viele andere entsprechende Arbeiten – im Jahr 1945, sondern widmet sich auch dem Umgang zwischen Opfern und Ariseuren in den späteren Restitutions- und Wiedergutmachungsverfahren...

Ein Roman, zwei Geschichten:
Irrgarten trügerischer Erinnerungen
Es bleibt ins Belieben des Lesers gestellt, von welcher Seite des Buches aus er mit der Lektüre beginnen möchte. Denn Benjamin Stein präsentiert in seinem zweiten Roman, ›Die Leinwand‹, auf souveräne Weise zwei Geschichten, zwei Lebensläufe heutiger jüdischer Diaspora. Es sind die Berichte von Amnon Zichroni und Jan Wechsler, deren Lebenslinien sich nach und nach dichter ineinander verweben...

Nachschub:
Mehr Fernsehtipps für April
Vom 16. bis 30. April 2012...

Vor 70 Jahren begann die Deportation:
Die Ermordung der Regensburger Juden
Am 2. April 1942 wurde mit 109 Personen die größte Gruppe verschleppt. Vier Tage später trafen sie in der Nähe der ostpolnischen Stadt Lublin, in Piaski, ein. Ermordet wurden diese Regensburger im Laufe der folgenden Monate zumeist in den Vernichtungslagern von Bełżec und Sobibor. Welche Situation fanden die deportierten Juden in Piaski bzw. in den Todeslagern vor? Eine Skizze des Weges in die Vernichtung aufgrund aktueller Fachliteratur...

"Starke Geste mit hoher Symbolkraft":
DFB-Delegation wird Auschwitz besuchen
Als wichtigen und richtigen Schritt begrüßte Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes, anlässlich der der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz zu besuchen…

In alter Tradition:
Sorbenfeindlichkeit
Bei seiner sorbenfeindlichen Verbalattacke hat Olaf Rose tief in der antislawischen Mottenkiste gekramt. Denn die Sorben-Feindlichkeit entstammt dem jahrhundertealten deutschnationalistischen Antislawismus, der sich im Osten im ständigen „Grenzkampf“ mit den Slawen sah. Da waren die beiden slawischen Sprachinseln in der Ober- und der Niederlausitz nach deutschnationalem Verständnis natürlich so etwas wie „Stacheln im Fleisch des deutschen Volkskörpers“...

Geschlachtete Kinder:
Wie lange wird es dauern…
Wie so viele Menschen, die über die Domplatte vor dem Kölner Dom gegangen sind, ob Kölner, Durchreisende oder Touristen, kenne ich natürlich seit Jahren die „Klagemauer“ des Walter Josef Hermann. An Latten angebrachte Schnüre, auf denen Pappkartons durchweg mit anti-israelischen Aussagen hängen…

Nicht schon längst erledigt:
Antisemitismus – eine weltweite Herausforderung
Wenn wir heute von Antisemitismus sprechen, kommen wir nicht umhin, den Fokus auf den Staat Israel zu richten: Israel ist das ebenso sichtbare wie selbstbewusste politisch-geografische und spirituelle Zentrum jüdischer Existenz heute. Kann es angesichts eines jahrtausendealten Ressentiments wundern, dass sich der antisemitische Furor heute vor allem am Staat der Juden abarbeitet?...

Modernisierte Vergangenheitspolitik in Zeiten des Jihad:
Konkurrenz der Antisemiten
Als Thüringen nach dem Auffliegen des "Zwickauer Terrortrios" und seiner Verbindungen zusehends in Verruf geriet, organisierte die Gesinnungsgemeinschaft der anständigen Deutschen Anfang Dezember 2011 in Jena ein Event unter dem Motto "Rock gegen Rechts", bei dem die Bürger an den Nazis in erster Linie kritisierten, dass sie aus ihrer Gegend stammten und ihren Wirtschaftsstandort schlecht aussehen ließen...

Gegen Neonazismus und Rassismus:
a.i.d.a. weiter engagiert und couragiert
Seit nunmehr drei Jahren versucht das Bayerische Innenministerium, das Projekt a.i.d.a. mundtot zu machen und die Vereinsaktiven zu diskreditieren. Auch im soeben präsentierten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2011 wird a.i.d.a. wieder erwähnt. Doch das Bestreben, a.i.d.a. mittels Stigmatisierung und Diffamierung gesellschaftlich zu isolieren, schlägt seit ebenso langer Zeit fehl…

Ganz ohne Pferde:
Der Unbeteiligte und die Intelligenz
“Was sagen Sie, als Unbeteiligter, zum Thema Intelligenz?” An diesen Spontispruch muss ich immer denken, wenn Sarrazin sich zu eben diesem Thema äußert. Auch kürzlich wieder, als sämtliche deutsche Ackergäule vor Begeisterung über Sarrazins Lippizanerthesen geradezu euphorisch wurden. Und das nur, weil der Hobbypferdezüchter Thilo mal wieder feststellte, dass die deutsche Volksintelligenz rabiat bedroht wird durch Sex mit Pferden, deren Mähne beim Galopp nicht ganz so blond durch den Wind tanzt wie seine eigene…

Internationalen Tag gegen Rassismus:
Zentralrat der Juden ruft zu Engagement gegen Rechtsextremismus auf
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus zu aktivem Engagement gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus aufgerufen. Nicht nur an Gedenktagen, sondern im Alltag sei es Aufgabe für alle Bürgerinnen und Bürger, mutig aufzustehen gegen jede Form von Diskriminierung. „Alle Menschen sollen sich in Deutschland sicher fühlen können“, betonte Dr. Graumann...

"Diese unglückliche Menschenklasse":
Der Eintrag “Bayern” im Jüdischen Lexikon von 1927
Unsere Reihe Beiträge zur Geschichte der Juden in Bayern erfährt eine Ergänzung durch einen Eintrag aus einem Nachschlagewerk. Er stammt aus dem „Jüdischen Lexikon“, und damit aus einem der bedeutenderen jüdischen allgemeinen Wissenskompendien aus den Jahren unmittelbar vor der Shoa…

Bekämpfung des Rechtsextremismus:
Es fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept
Petra Pau (Vizepräsidentin des Bundestags) während der Debatte zum “Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Rechtsextremismus”…

Mit der Kalaschnikow:
"Der Broder darf das!"
„Vergesst Auschwitz – bevor es zu spät ist!“, ruft Henryk M. Broder in seiner neuen Streitschrift dem Publikum zu. Das Büchlein ist, wie so oft bei Broder, Glanzstück und Ärgernis zugleich…

Kritik der deutschen Erinnerungskultur:
Ritualisiertes Gedenken

Die deutsche Erinnerungskultur beanstanden Dana Giesecke und Harald Welzer in ihrem gemeinsamen Buch: “Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur.” Henryk M. Broder geht noch weiter: Eine ritualisierte Erinnerung ist oft nicht mehr als eine Ablenkung von der Gegenwart, meint er. Er hat ein Buch vorgelegt mit dem provozierenden Titel: “Vergesst Auschwitz”…

Vortrag zu Antisemitismus und Rassismus in der DDR:
Auf dem rechten Auge blind?
Bei der öffentlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der nun bereits mehr als 20 Jahre untergegangenen DDR sind Aspekte sehr kurz gekommen, die für den immer noch im Gang befindlichen Transformationsprozess der DDR in einen Teil der Bundesrepublik Deutschland große Relevanz haben...

"Drecksjude":
Antisemitismus-Skandal im deutschen Fußball
Als "Schande" und "Skandal für den ganzen deutschen Fußball" bezeichnete Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, den Vorfall vom vergangenen Sonntag, bei dem eine Gruppe von Hooligans den israelischen Stürmer Itay Shechter des Erstligisten 1. FC Kaiserslautern während des Trainings als "Drecksjuden" beschimpften und den Hitlergruß zeigten…

Republik der Schnorrer:
Das Volk hat den Präsidenten, den es verdient
Kaum eine Kabarett- oder Karnevalssendung in den vergangenen Wochen verging, ohne den Inhaber des höchsten Staatsamtes der Lächerlichkeit preiszugeben. Was für ein Glück, dass er kein Jude ist! Sonst müsste sich jeder Komiker erst mal für seine Kalauer entschuldigen, bevor er loskracht…

Leere Floskel:
Regensburger Gedenkpolitik
Die von der Wehrmacht verantwortete Ermordung von 33.000 Juden in der Schlucht von Babi Jar zählt zu den größten Massakern des Zweiten Weltkriegs. Dass Oberbürgermeister Hans Schaidinger bei mehreren Gedenkreden angesprochen hat, dass ein Regensburger daran maßgeblich beteiligt war und deshalb 1971 ein „Juden-Mordprozeß“ am hiesigen Landgericht stattfand, erscheint verdienstvoll. Ist es das wirklich? …

Nachtrag zur Sendung "Die letzten Zeitzeugen":
Noch ne Portion Auschwitz gefällig?
Gedanken ohne Epilog…

Von Schlurfs, Potapkis und Zazous:
Mit Swing und Jazz gegen das NS-Regime
Getreu dem Zitat von Albert Einstein: „Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschiert, hat er sein Gehirn nur aus Irrtum bekommen“, entschieden sich tausende von Jugendlichen in Deutschland, Österreich und den besetzten Ländern der nationalsozialistischen Unkultur die Stirn zu bieten. Der Gleichschaltung und dem eingeforderten Herdenverhalten setzten die „Swingheinis“ ihre eigene Kultur entgegen: individueller Dresscode sowie kreative und ekstatische Musik...

Ein Urteil gegen die NS-Opfer:
Fehlentscheidung aus Den Haag
Heute, am Freitag, den 3.2.2012, verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag seine Entscheidung im Fall Deutschland ./. Italien. Er gab der Klage Deutschlands statt, mit der die Bundesrepublik Immunität gegenüber Klagen von NS-Opfern in Italien beansprucht. Deutschland klagte vor dem IGH, weil italienische Gerichte vielfach zu Gunsten der Opfer entschieden und eine Klagemöglichkeit in Italien anerkannt haben. Mit diesem Urteil ist nun der Klageweg für NS-Opfer in Italien versperrt...

Gedenken an Nazi-Opfer:
Zickzack-Kurs in Deggendorf
Vor 70 Jahren wurden acht jüdische Bürger aus der Stadt Deggendorf an der Donau verschleppt. Jetzt wollen die Räte der niederbayerischen Stadt die Mitglieder aus drei Familien ehren: Sie planen, „Stolpersteine“ an den einstigen Wohnhäusern der vermutlich in Piaski, Theresienstadt und Auschwitz Ermordeten zu setzen.[01] Damit fährt die Stadt jenen Zickzack-Kurs weiter, den sie schon 1962/63 bei Straßenwidmungen zu Ehren der drei Familien eingeschlagen hatte: Denn noch vor kurzem hatte sie die „Stolpersteine“ abgelehnt und eine eigene Art unübersehbaren Gedenkens auf Wandtafeln angestrebt…

30. Januar 1933:
Generalstreik in Mössingen
In dem Arbeiterdorf Mössingen, zwischen Reutlingen und Tübingen, fand am 31. Januar 1933, dem Tag nach der Machtübertragung an die Nazis, ein Generalstreik statt. Es war im ganzen Deutschen Reich der einzige organisierte Versuch die Katastrophe zu verhindern und die Nazi-Regierung gleich zu Beginn zum Rücktritt zu zwingen…

Stolperstein-Verlegung:
Gedenken in Eisleben
Am 25. Januar werden in Eisleben, Freistraße 23, weitere Stolpersteine gelegt. Die jüdische Familie Julius Moses wohnte in diesem Haus. Sie bestand aus dem Abteilungsleiter im Kaufhaus Goldstein, Julius Moses, aus seiner Ehefrau Johanna und dem Sohn Siegfried...

Lichtburgforum Berlin:
Salon Exil mit Doğan Akhanlı
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im August 2010 die Nachricht von der Festnahme Doğan Akhanlıs auf dem Istanbuler Flughafen. Ein türkischer Schriftsteller mit deutschem Pass, der nach Folter und Gefängnis, die er in jungen Jahren in der Türkei erlitten hatte, seit über 20 Jahren unbehelligt und ordnungsgemäß eingebürgert in Köln lebt, will zum ersten Mal nach all der Zeit in sein Herkunftsland reisen, um seinen kranken Vater zu besuchen, wird an der Passkontrolle verhaftet und muss vier Monate in Untersuchungshaft verbringen…

Im Januar sehen:
Die neuen Fernsehtipps
Vom 16. bis 31. Januar 2012...

Station in Köln:
Das Denkmal der grauen Busse
Das Denkmal der grauen Busse- deutschlandweit erinnert es an die im Rahmen der „Aktion T4“ (benannt nach der Berliner Tiergartenstraße 4, in der sich die Zentrale zur Leitung der Ermordung behinderter Menschen befand) systematisch organisierten Morde an rund 70.000 psychisch kranken und geistig behinderten Menschen im Deutschen Reich. Im Oktober 1939 gab Adolf Hitler in einem auf den 1.9.1939 zurückdatierten Schreiben den Auftrag zu der als „Euthanasie“ bezeichneten Tötung von „lebensunwertem Leben“…

Mitverantwortung an den "deutschen Zuständen":
Offener Brief des Auschwitz-Komitees an die Regierenden
In großer Sorge wenden wir uns heute an Sie. Antisemitische, rassistische und neofaschistische Ideologie und Praxis finden Akzeptanz bis in die Mitte der Gesellschaft. Sie, die Regie­renden, tragen Mitverantwortung an den "deutschen Zuständen" heute, an der Ökonomisie­rung des Denkens, an der Entsolidarisierung der Gesellschaft, und, daraus folgend, an der sozialen Spaltung, die Ängste schürt. Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit haben heute wieder Konjunktur in Deutschland...

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