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Neue Briefmarke:
Deutsche
Post vermasselt jüdisches Motiv
"Masel Tov", Gut Glück, lautet ein weit verbreiteter hebräischer
Glückwunsch, wie er auch auf einem jüdischen Hochzeitsring aus dem 14.
Jahrhundert steht...
Micha Brumlik zum Vergleich von Islamophobie und Antisemitismus
Neue
Feindschaft, alte Muster
Seit einer Veröffentlichung des Publizisten Wolfgang Benz
gibt es Streit ob Islamophobie und Antisemitismus vergleichbar sind…
Personenlexikon zum Antisemitismus:
Judenfeinde
in Geschichte und Gegenwart
Der zweite Band des Handbuchs des Antisemitismus enthält rund 700 Biographien
von Personen, die von der Spätantike bis zur Gegenwart auf allen Kontinenten der
Erde im Kontext der Juden-feindschaft eine Rolle gespielt haben...
Lustige T-Shirts:
Von
Hochhäusern und Tucholsky
Die Ostberliner Firma “Mondos-Arts” bietet in ihrem
Internetgemischtwarenladen angefangen von DVDs mit DDR-Fernsehserien und
DEFA-Filmen über Ampelmännchenprodukte bis hin zu Shirts so ziemlich alles, was
das (vornehmlich linke) Ostalgieherz so begehrt...
Anzeige gegen die Klagemauer:
"Antisemitismus ist unser aller Problem!"
Ein Interview mit dem Schauspieler und Theaterleiter Gerd
Buurmann zur Kölner "Antiwand"…
"Juden fressen palästinensische Kinder":
Walter Herrmann und seine "Antiwand"
Ein impertinenter Kölner geriert sich nun als antisemitischer
Volksverhetzer…
Das andere Erinnern:
Kindheit im Holocaust
Demnächst wird die Erinnerung an den Holocaust ohne die
Überlebenden auskommen müssen. Schon jetzt rücken die Erinnerungen derjenigen,
die als Kinder den Holocaust überlebten, in den Vordergrund. Mit Soazig Aarons
Roman “Klaras Nein” ist letztes Jahr in Deutschland auch der erste Roman einer
Nachgeborenen erschienen…
Streit ums Gewicht:
Ein
Handbuch über Antisemiten
In dem Band sind 650 Biographien aus aller Welt enthalten, von der Spätantike
bis zur Gegenwart: Politiker, Wissenschaftler, Theologen, Künstler,
Schriftsteller, Publizisten, Vertreter des Wirtschaftslebens, die ihre
Judenfeindschaft öffentlich gemacht haben und damit Antijudaismus oder
Antisemitismus förderten…
Kundgebung:
Gedenkort ehem.
KZ Uckermark
Das Konzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und spätere
Vernichtungslager Uckermark war lange – trotz seiner unmittelbaren Nähe zur
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück – eines von vielen der so genannten
“vergessenen Lager” des Nationalsozialismus. Nach 1945 wurde das ehemalige
Lagergelände militärisch genutzt, geblieben sind die Ruinen der ehemaligen
Panzerhallen, die das heutige Erscheinungsbild maßgeblich prägen…
Islamisierung des Antisemitismus (4):
Die Juden des Islam
Angesichts einer Vielzahl neuer Arbeiten, aber auch angesichts der
ideologischen Einflüsse innerhalb des wissenschaftlichen Diskurses, kann ein
Blick auf die Entwicklung des islamischen Antisemitismus nur kursorisch bleiben…
Zum antisemitischen Gehalt von Ungeziefer-Metaphern:
Ungeziefer muss
vernichtet werden
Parasiten, Insekten, Krabbelgetier. Kleinlebewesen spielen in der politischen
Symbolik eine große Rolle...
Übersicht:
"Brunnenvergiftungslegenden" in deutschen Nachschlagewerken
Neben den häufiger vorkommenden Beschuldigungen Hostienschändung oder Ritualmord
begangen zu haben, kamen unter mittelalterlichen Christen auch noch solche
Legenden auf, die Juden vorwarfen Brunnenvergifter zu sein...
Nazis in Dresden:
Keinen Meter gelaufen
Es sollte die größte europäische Neonazi-Demonstration werden, doch der
rechtsextreme “Trauermarsch” in Dresden kam nicht von der Stelle. Das jährliche
Rechtsaußen-Spektakel musste sich auf eine Standkundgebung vor dem Bahnhof
Dresden-Neustadt beschränken. Zudem waren deutlich weniger Rechtsextreme als
zuletzt befürchtet in die sächsische Landeshauptstadt gekommen. Gegen deren
Propagandaaktion wehrten sich weit über 10.000 Bürger und Nazigegner…
Zur Islamisierung des Antisemitismus, 3.Teil:
Forschungsstand
In den seriösen Forschungsarbeiten zum Antisemitismus in arabischen und
islamischen Gesellschaften unterscheiden sich grob zwei Tendenzen. Autoren wie
Bernard Lewis oder Shlomo Dov Goitein gehen von einem modernen Import aus dem
Westen aus, Schweitzer und Perry legen größeren Wert auf die antijüdischen
Passagen im Quran...
Echte Tierfreunde:
Ein Pavian in der "Jungen Welt"
Ronald Kohl lässt als Freund der Palästinenser beim Schreiben
seiner Filmrezension „Sharon von Gaza“ in der Berliner Jungen Welt vom 11.
Februar 2010 seinen Ressentiments freien Lauf und schreckt nicht davor zurück,
das Alte Testament selektiv zu zitieren, um zu beweisen, wie unmenschlich die
Juden schon immer waren…
Irangeschäft:
Brüssel kritisiert Nokia Siemens
Mitglieder des Europäischen Parlaments haben das Technologie-Joint-Venture Nokia
Siemens Networks scharf kritisiert. Wie schon im Juni des Vorjahres geriet der
Konzern wegen seiner Geschäfte im Iran unter Beschuss…
Menschenrechte:
Hinrichtungen schwuler Männer
im Iran
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ruft erneut dazu auf, die Arbeit der iranischen
Exilorganisation “Iranian Railroad for Queer Refugees IRQR” zu unterstützen.
IRQR betreut in aller Welt homosexuelle Flüchtlinge aus dem Iran. Auch in
Deutschland kümmert sich IRQR immer wieder um abgelehnte homosexuelle
Asylbewerber aus dem Iran…
Deutschland und der Iran:
Matthias
Küntzel untersucht historische Kontinuitäten
Die Wahrnehmung der „Islamischen Republik Iran“ ist im deutschsprachigen Raum
trotz des derzeitigen medialen Getöses weiterhin geprägt von einer Verharmlosung
des antisemitischen Charakters des Regimes und Beschwichtigungen hinsichtlich
der Bedrohung, die vom iranischen Atomprogramm für Israel, den Westen und die
iranische Bevölkerung ausgeht…
Wer schweigt, stimmt zu:
Vor
der Bombardierung war Auschwitz
Gemeinsam Alt- und Neonazis am 13. Februar 2010 in Dresden
stoppen...
Kleiner Befehlsempfänger:
Stete Arbeit für den Feind
Im Aachener Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Heinrich Boere haben die
Anwälte der Nebenkläger eine neue Strafanzeige gestellt. Boere soll für sieben
weitere Morde mitverantwortlich sein…
Islamisierung des Antisemitismus, 2. Teil:
Thematisierung und politische Instrumentalisierung
Wie heute der Antisemitismus in islamischen Gesellschaften gesehen wird, ist
immer öfter ein Resultat ideologischer Instrumentalisierung und seltener von
wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Den wenigsten AutorInnen geht es um das
Thema des Antisemitismus selbst, sondern vielmehr um den Staat Israel...
Eine Entgegnung:
Journalistische Vor-BILD-er der FAZ
Zu den Auseinandersetzungen um den Nachlass von Max Brod
äußerte sich kürzlich auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der
Ha’aretz-Journalist Ofer Aderet habe eine der beiden Erbinnen der im September
2007 im Alter von hundertein Jahren gestorbenen Ester Hoffe, Eva, “einen Strick
aus ihrer Tierliebe gedreht hat, indem er suggerierte, wertvolle Materialien
Brods oder gar Kafkas lägen nicht, wie lange bekannt, in Bankschließfächern,
sondern vergammelten in einer von Katzen verdreckten Wohnung”...
Judenfeindlichkeit an Fastnacht:
Und
willst Du nicht mein Itzig sein...
„Giizig, gizzig, gizig, gizig isch der Itzig;
un willsch Dü kei itzig si, döasch uns was ins Gigili ni!“…
Hintergrund:
Zur Islamisierung des Antisemitismus
Wie kaum bei einem anderen Thema begibt man sich bei der Frage nach islamischem
Antisemitismus in ein politisches Minenfeld, was weniger am Thema selbst als an
den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen liegt, in denen ein
Text wie dieser heute rezipiert wird…
"Nationale Feinde":
Im Orkus der Psychose
Mehr als 22.000 Einträge enthält eine “Liste der Feinde
Deutschlands”, die im Internet kursiert. Die rechtsextreme Fleißarbeit offenbart
vor allem einen Einblick in die geistige Verfassung der Urheber…
Nürnberger Juden erinnern sich:
"...
und wir waren Deutsche!"
Ein neuer Band des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte
des 20. Jahrhunderts zeichnet die Lebenswege von neun Nürnbergr Juden nach, die
ihre Heimat in den 30er Jahren verließen und so ihr Leben retten konnten…
TV-Radar:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 01.02. bis 15.02.2010 …
Angela Merkel:
Die Führerin der
freien Welt
In Israel ist man ganz entzückt von Deutschlands charmanter Kanzlerin. In der
kostenlosen Tageszeitung “Israel haJom” feiert man sie als “Führerin der freien
Welt”. Leitartikel heben sie an die Spitze des Kampfes gegen die iranischen
Atomrüstung. Angela Merkel habe die Bedrohung durch den Mullah-Staat besser
erkannt als alle anderen westlichen Staatschefs…
Bilderstrecke:
Holocaust-Gedenktag 2010 in Berlin
Fotos von Margit Schmidt...
Demonstrativ gegen Israel:
NPD-Mann lobt
Linke
Ein großes Lob zollte der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel den
Linke-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht und Christine Buchholz für einen
“Tabubruch in der Ersatz-Knesset”. Die beiden Politikerinnen hatten dem
israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres nach dessen Rede im Bundestag
demonstrativ den Respekt verweigert…
Mediale Vernachlässigung:
Zentrale Themen konsequent gemieden
Die Medien haben auch 2009 wieder zentrale Themen
“vergessen” und diese in ihrer Berichterstattung vernachlässigt. Wie schon in
den Jahren zuvor hat die Initiative Nachrichtenaufklärung eine Liste mit den
zehn wichtigsten Themen erstellt, die kaum oder zu wenig Beachtung gefunden
haben…
Hannah Elisabeth Pick, geb. Goslar:
Mein Großvater Alfred Klee
Mein Großvater Alfred Klee arbeitete nach dem Studium
der Rechtswissenschaften als erfolgreicher Rechtsanwalt und bekannter
Strafverteidiger in Berlin und Bonn. Er schloss sich schon in Jugendjahren der
zionistischen Bewegung an. Er wurde später als Zionistenführer in der
zionistischen Bewegung in Deutschland aktiv und ab 1899 Mitglied des Großen
Aktionskomitees...
Verfassungsschutz-TÜV:
Wort gegen Wort
Die Grünen werfen der Familienministerin Kristina Köhler vor, sie wolle
Anti-Rechts-Initiativen vom Verfassungsschutz überprüfen lassen. Ihr Haus
bestreitet das aber…
Ungleichbehandlung:
Palästinenser vor dem
deutschen Gesetz
Hamza Barakat floh aus seiner Heimat, dem Gaza-Streifen, und kam vor sieben
Jahren mit dem Flugzeug nach Deutschland. Er brachte seine Personaldokumente mit
und stellte auf dem Flughafen einen Asylantrag. Er übertrat dabei die deutsche
Grenze auf keinerlei illegale Weise, noch hat er auf irgendeine Art und Weise
seine Identität verschleiert...
Aufstand der Anständigen:
HaKadima,
HaOlam, Hawasnoch?
Nun ist sie knapp 100 Tage online, die neue
“deutsch-israelische Website HaOlam” – und ich finde, es ist Zeit für eine erste
Bilanz…
Nach neuen Vorstößen aus drei Bundesländern:
SPD
fordert erneut NPD-Verbotsverfahren
Extremismusexperte Stephan Braun: “Es kann nicht angehen, dass die
menschenfeindliche Politik der NPD weiter mit Steuergeldern alimentiert wird”…
Erfreuliche Einigung:
Zukunft des Lern-
und Gedenkorts Jawne vorerst gesichert
Nach Monaten der Sorge um die Zukunft des Lern- und Gedenkorts Jawne ist vor
wenigen Tagen, kurz vor den Gedenkveranstaltungen zur Befreiung des KZ Auschwitz
am 27. Januar 1945, eine Einigung erreicht worden, die das Weiterbestehen der
Gedenkstätte am Erich-Klibansky-Platz für mindestens ein Jahr sichert…

Erinnerungen:
Der 30. Januar 1933
Korrelation:
Antisemitismus
nimmt zu, ebenso die Erinnerung an die Schoah
In den letzten Jahren, vor allem seitdem die UNO den 27. Januar
vor fünf Jahren zum internationalen Holocausttag erklärt hat, scheint es, als
sei das Interesse am Holocaust zu einer Art „Trend“ bei jungen und älteren
Leuten in aller Welt geworden…
Antisemitismusvorwurf gegen Wolfgang Benz:
Die
‘Kritische Theorie’ frisst ihre Kinder
Man weiß kaum, was in Deutschland schlimmer ist: ob
als Schwerverbrecher oder als Antisemit zu gelten. Letzteres ist nun
ausgerechnet dem Leiter des “Zentrum für Antisemitismusforschung” (ZfA) der TU
Berlin, Prof. Dr. Wolfgang Benz, geschehen. Bei genauerem Hinsehen erweist er
sich jedoch lediglich als das konsequente Opfer der inneren Widersprüche der
“Kritischen Theorie”…
Diplomatische Beziehungen:
Deutschland - Israel
Im November 2009 stattete der neue Bundesaußenminister Guido Westerwelle einen
Besuch in Jerusalem ab. Im März 2008 trafen sich die beiden Kabinette anlässlich
der 60-Jahrfeier des Staates Israel. Dies war das erste Mal, dass eine deutsche
Bundesregierung eine Kabinettssitzung mit einer anderen Regierung außerhalb
Europas abhielt. Die gemeinsamen Treffen sollen in Zukunft jährlich stattfinden…
Berlin - Jerusalem:
Treffen
der deutschen und israelischen Kabinette
Die deutsch-israelischen Beziehungen wurden von der Erinnerung an den Holocaust
geprägt und durch den starken Wunsch von Seiten des deutschen Volkes, den
Völkermord an sechs Millionen Juden zwischen 1933 und 1945 niemals wieder
zuzulassen… |
Letzte Ausfahrt:
Holocaustüberlebende verklagen die Deutsche Bahn
Ca. 7000 polnische Holocaustüberlebende haben gestern eine Klage gegen die
Deutsche Bahn eingereicht, als wahrscheinlich letzten Versuch von
Holocaustüberlebenden, Entschädigung von der Erbin der „Reichsbahn“ zu erhalten…
Lanzmanns Film in Hamburg:
Warum Israel?
Schon um 18 Uhr hatte sich am Montagabend eine lange Schlange vor einem alten
Hamburger Bunker gebildet. Viele mussten wegen Überfüllung den Rückzug antreten.
Im Popclub »Uebel & Gefährlich« war jeder Platz besetzt und auch um die Theken
drängten sich die Menschen. Zu sehen war der Film »Warum Israel«…
50 Jahre und kein Ende:
Die
Münchner Treitschkestraße
Ein unrühmliches Kapitel der Nachkriegsgeschichte feiert sein Jubiläum…
Ein Attentat und seine Folgen:
Ein Streifzug durchs Netz
Während man nur spärliche Informationen über die Hintergründe des
vereitelten Attentats des Umar Faruk Abdul Mutallab lesen konnte, hat man im Internet den eigentlichen
Drahtzieher des Anschlags längst festgemacht: das „internationale Judentum und
seine Marionette, die USA“…
TV-Radar:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 16.01. bis 31.01.2010 …
Wahrnehmungen aus den 1940er Jahren:
Zum
psychoanalytischen Verständnis von Faschismus und Antisemitismus
Bereits in den Jahren von 1920 – 1950 haben mehrere namhafte Psychoanalytiker,
auch unter Bezugnahme auf Studien Sigmund Freuds, wegweisende psychoanalytische
Theorien zum Antisemitismus publiziert. Zu nennen sind vor allem Bruno
Bettelheim, Otto Fenichel, Ernst Simmel, Erik Homburger Erikson und Rudolf
Loewenstein…
Migrationsgeschichte:
Vergessene Kämpfe
„Gastarbeiter“ waren nicht nur Objekte staatlicher Politik,
sondern formten diese durch ihren Widerstand im Alltag und in den Betrieben…
Lanzmanns Autobiografie:
Es
war das Teeservice – und nicht Frau Göring
Während der Rowohlt-Verlag an der deutschen Übersetzung für die
Herausgabe der Claude Lanzmann Autobiographie „Der patagonische Hase“ arbeitet,
hat „Die Zeit“ einen Streit um die Deutungshoheit sowohl über Claude Lanzmann
als auch sein Werk begonnen (IDF, Shoah, Pourquoi Israel, u.a.) und stellt in
einem am 11. Januar online erschienen Artikel infrage, inwieweit Lanzmann es mit
der Wahrheit genau genug nimmt…
Nazis und Genozid:
Zweierlei Maß
Beispiele, wie sich Antisemitismus zum Staat Israel
manifestiert...
Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr Kind:
Eine
Studie über Johanna Haarers Hauptwerk der "braunen Pädagogik"
Adolf Hitler forderte bereits in "Mein Kampf", dass schon in der "frühesten
Kindheit … die notwendige Stählung für das spätere Leben« zu erfolgen habe.
Durch gründliche Ausbildung der Mütter müsse es möglich sein, »in den ersten
Jahren des Kindes eine Behandlung herbeizuführen, die zur vorzüglichen Grundlage
für die spätere Entwicklung dient." Mit dieser »späteren Entwicklung« ist vor
allem das nahtlose Sich-Einfügen in die Ideologie und die Institutionen des
NS-Staates gemeint...
Was ist eigentlich ein Nazi?:
Gedanken über eine vielverwendete Bezeichnung
Nein, liebe Leser, ich beabsichtige keineswegs Sie mit dieser, möglicherweise
als pietätlos empfundenen, Frage ‚auf den Arm nehmen‘ zu wollen, ich stelle nur
die simple Frage nach dem Gehalt eines Begriffs, den wir alle kennen und den
manche von uns häufig benutzen. Aber, was präzise soll oder muss man sich in
Deutschland unter „Nazi“ vorstellen?…
Mehr zu Werner Rügemer:
Brauner Quark mit
roter Soße
Spätestens, wenn in seinen Veröffentlichungen zur „Wirtschaftskriminalität“ eine
Kollaboration jüdischer Bankiers mit dem NS-Staat herbeigeredet werden soll,
scheint mir in diesem Fall die Grenze zur geistigen Barbarei überschritten...
Vortrag und Diskussion:
Die
ewigen Gäste
Juden in der Republik Türkei zwischen Ausgrenzung,
Zwangsassimilierung und Toleranz…
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Antisemitismus und
Islamophobie
Kritik an Wolfgang Benz' Außenansicht:
Ein Hetzer ohne Ahnung
„Die unterschwellig bis
grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als
Gruppe durch so genannte “Islamkritiker” hat historische
Parallelen“, behauptet Benz, doch derartige Parallelen
gibt es nicht. Solange man in Deutschland fast nichts
über den Islam wusste, wurde der Islam als eine späte,
nicht weiter ernst zu nehmende Religionserfindung
belächelt...
Antisemitismus und Islamfeindlichkeit:
Vergleichen heißt nicht gleichsetzen
Darf man Antisemitismus und Islamophobie in einem
Atemzug nennen? Der Historiker Wolfgang Benz hat es
getan und wurde deswegen schwer angegangen…
Tagung der Berliner Antisemitismusforscher:
Judenhasser versus Islamfeinde
"Feindbild Muslim - Feindbild Jude": Bei einer
Veranstaltung des Berliner Zentrums für
Antisemitismusforschung vergleichen Experten
Islamfeindlichkeit mit Judenhass...
Islamophobie und Antisemitismus:
Zwei sehr verschiedene Begriffe und
Problembeschreibungen
Auch ein Blick auf den Antisemitismus in islamischen
Gesellschaften ist wegen des Zusammenhangs mit der
Entwicklung des Islamophobie-Begriffs erforderlich. Vor
noch nicht allzu langer Zeit war das Problem
"Antisemitismus im Islam" kein Thema in der deutschen
politischen Debatte, weder bezogen auf die islamischen
Staaten noch auf die muslimischen Minderheiten in Europa
oder Deutschland...
Debatte um "Islamophobie":
Wer hat Angst vor Differenz?
Islamophobie, gibt es so etwas? Eine Diskussion über
diesen Begriff tobt seit einigen Monaten in Frankreich
und scheint nun auch in Deutschland zu beginnen. Wobei
es immer wieder darum geht, ob das Phänomen, das der
Begriff umreißt, überhaupt existiert... |
Keine Provinzposse:
Hat Freiburg
schon einen Mahnmal-Streit?
Am 9. November 2009 verteilte die Initiative “Freiburg braucht eine Mahn- und
Gedenkstätte” bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht
Flyer, um für den Bau einer Mahn- und Gedenkstätte in Freiburg zu werben. Die
Jüdische Gemeinde Freiburg, sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg
reagierten darauf in Pressemitteilungen ablehnend. Nun liegt eine Stellungnahme
der Initiative “Freiburg braucht eine Mahn- und Gedenkstätte” dazu vor…
Neues von Stephan Braun:
Strategien der extremen Rechten
Dieses Buch ist tatsächlich nicht nur Analyse und Dokumentation, sondern
vielmehr auch praktische Hilfe, sich in der Auseinandersetzung mit rechts
gestärkt zu finden...
Ausgespat:
Kein Wohlfühlerlebnis
mehr für NPD-Chef
Nicht mehr willkommen ist NPD-Chef Udo Voigt in einem brandenburgischen
Vier-Sterne Hotel. Voigt hatte es sich vor zwei Jahren in dem noblen
Wellness-Resort am Scharmützelsee gut gehen lassen, doch der eigentlich als Kur
gedachte Aufenthalt wurde von Parteifreunden später als politische Demonstration
ausgegeben…
Die rechtsextreme Gewalt wird verharmlost:
Fatale
Gleichsetzung
Die Bedrohung, die von rechtsextremen Kreisen ausgeht, zeigt auch exemplarisch
den Unterschied zwischen linker und rechter Gewalt. In mancher Hinsicht, vom
Dogmatismus bis zur konkreten Aktion, mag es Parallelen geben, doch darüber wird
in der linken Szene ständig diskutiert. Die “Gewaltfrage” ist da weder neu noch
tabu...
Antijudaismus-Antisemitismus:
Martin Luther und die Juden in der deutschen Rezeption
Wie in meinem Beitrag zur Judenmission im „Schtetl“ bereits angesprochen, gab es
in der deutschen Geschichte keine vergleichbare bedeutende Persönlichkeit, die
über Jahrhunderte so starken antijudaistischen Einfluss ausübte, wie der
Reformator Martin Luther. Nicht nur der „Stürmer“-Herausgeber Julius Streicher
glaubte sich bekanntlich beim Nürnberger Prozess zu seiner Verteidigung auf ihn
berufen zu können...
Hamburg:
Normalität im
Unnormalen
Den zweiten Versuch, Claude Lanzmanns Film "Warum Israel" im Hamburger Kino
B-Movie zu zeigen, versuchten Antizionisten mit einer als "Kundgebung zum
Klimaschutz" getarnten Gegenveranstaltung zu verhindern…
TV-Radar:
haGalil
Fernsehtipps
Vom 16.12. bis 31.12.2009...
Gedenken in Deutschland:
Braucht Freiburg eine Mahn- und Gedenkstätte?
Am 9. November 2009 verteilte die Initiative “Freiburg
braucht eine Mahn- und Gedenkstätte” bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer
der Reichspogromnacht Flyer, um für den Bau einer Mahn- und Gedenkstätte in
Freiburg zu werben. Die Jüdische Gemeinde Freiburg, sowie die
Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg reagierten daraufhin mit folgenden
Stellungnahmen…
Heitmeyer-Studie:
Die Angst vor dem Absturz wächst
Die aktuelle Heitmeyer-Studie zeigt: Ressentiments gegen Frauen, Muslime oder
Behinderte gehen zurück. Antisemitismus und Homophobie nehmen hingegen zu…
Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten:
Macht und Missbrauch
Vor wenigen Monaten erschien ein Buch, das sich laut Auskunft
bayerischer Buchhändler selbst im erzkonservativen Niederbayern gut verkauft und
das bereits seine dritte Auflage erlebt. Wilhelm Schlötterer klärt darin über
Korruption und Machtmissbrauch in der bayerischen Regierung auf…
5. Dezember 1349:
"Wann die Juden
daselbes nu nehst werden geslagen"
Karl IV. stellte im Vorhinein Freibrief für das Pogrom von 1349
aus – Auf den Trümmern des Judenviertels entstand der Nürnberger Hauptmarkt…
Nathan Birnbaum im Jahr 1897:
Berliner
Judenhaß
Darin zeigt sich nämlich das Verstandesmenschenthum des Berliner besonders
leuchtend, daß sie ihre Gefühle, von denen eines der stärksten der Widerwille
gegen alles Fremde ist, so gut meistern. Nur oberflächliche Beobachter sind es,
welche diese Ruhe ernst nehmen und den Fremdenhaß im Verkehre der modernen
Weltstadt untergegangen wähnen. Nein, er lebt unter einer dünnen Hülle weiter...
Großes Theater:
Der erste Akt
Es war ein kalter Morgen. Fünfeinhalb Stunden warteten die Nachkommen derer, die
in Sobibor umgebracht wurden, am Eingang zum Gericht. Sie wollten das Gesicht
von John Demjanjuk sehen, vielleicht eines der letzten, der ihre Angehörigen vor
ihrem Tod gesehen haben…
Der alte Mann auf der Bahre:
Die große Show
In seiner Eröffnungsrede meinte der Anwalt Demjanjuks, Ulrich Busch, sein
Mandant sei selbst ein Opfer, das den Befehlen seiner deutschen Kommandanten
gehorchen musste. Die Staatsanwaltschaft fragte sich unterdessen, ob es denn
wirklich nötig sei, dass Demjanjuk auf einer Bahre im Verhandlungssaal liege,
obwohl er für prozesstauglich erklärt worden sei…
Dimanjuk in München:
Absurdes Theater
Für Avner Shalev, den Vorsitzenden der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Jad
vaSchem, ist es von großem moralischen Wert, die Mörder vor Gericht zu stellen.
Auch wenn kein Prozess die Opfer wieder zum Leben erwecken kann, liegt die große
Bedeutung des Prozesses darin, das internationale Bewusstsein für den Holocaust
zu stärken. Man nennt den Demjanjuk-Prozess fälschlicherweise “den letzten
Naziprozess”, muss sich aber im Klaren sein, dass dieser Tage weitere Prozesse
gegen Naziverbrecher stattfinden und auch in Zukunft stattfinden werden…
Demjanjuk-Prozess:
Prostitution des Holocaust
Joram Scheftel, der ehemalige Verteidiger des John Ivan Demjanjuk während des
Prozesses gegen ihn in Israel, bezeichnet den erneuten Prozess gegen den
mutmaßlichen ukrainischen Massenmörder als eine "Prostitution des Holocaust" und
eine "Farce"…
Feminismus und Antisemitismus (Teil 3):
Feministische Politik als Wegbereiter struktureller Gewalt
Weil Söhne nur durch Kontaktverbot mit den Vätern vor der Übernahme
menschheitsgefährdender Männlichkeit gefeit werden könnten, setzten Feministen
sich auch über Erkenntnisse der Strukturanthropologie von Claude Lévi-Strauss 23
hinweg. Der hatte gezeigt, dass keine Kultur ohne rituellen Übergang zur
väterlichen Welt auskommt…
In einem Akt später Gerechtigkeit hat sich der deutsche Leichtathletikverband
endlich dazu bereit erklärt, den jüdischen Rekord von 1936 anzuerkennen. Bei den
deutschen Hochsprungmeisterschaften hatte Gretel Bergmann im Jahr 1936 den Sieg
errungen. Die Führung hatte sich aber geweigert, den Rekord anzuerkennen, da
Bergmann Jüdin war.
Tribunal im Kulturzentrum:
Gerüchtshof in Bielefeld
Ein Vortrag über die extreme Rechte in Ungarn sollte in der vergangenen Woche in
einem Bielefelder alternativen Kulturzentrum stattfinden. Doch die Veranstaltung
musste in einen anderen Raum verlegt werden, weil das Zentrum den Vortragenden
ablehnte. Sein Fehler: Nach Ansicht einiger weniger alternativer Bedenkenträger
weist der jüdische Holocaust-Überlebende und Antifaschist dunkle Flecken in
seiner Vergangenheit auf, weil er in einer jüdischen Militäreinheit Dienst
geleistet hatte, die “Massaker” begangen habe…
Zweifelhaftes Gedenken:
Auch NS-Täter
stehen auf dem Denkmal
Auf einem Mahnmal im niedersächsischen Großburgwedel wird auch an
fünf SS-Männer und einen Angehörigen des Gestapo-Sicherheitsdienstes erinnert.
Am Volkstrauertag wurde es offiziell eingeweiht. Heftiger Protest sorgte dafür,
dass die Namen der sechs Personen vorerst überklebt wurden…
Geschichte:
Die Juden und die Pest
Wissenschaftler der Universität New York haben eine Erklärung gefunden, warum
die jüdischen Bürger Erfurts 1349 von der Pest weitgehend verschont worden sind…
Neuauflage:
Der
Fall Ivan Demjanjuk
Am Montag, 30. November 2009, beginnt vor dem Münchner
Schwurgericht der vielleicht letzte große NS-Prozess in der Bundesrepublik.
Angeklagt ist der in der Ukraine geborene Ivan Demjanjuk. Er ist mittlerweile 89
Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, als Wachmann in dem von der SS
geführten Vernichtungslager Sobibor Beihilfe zum Mord an 27.900 Menschen
geleistet zu haben...
Linker Antizionismus:
Augen zu und drauf
Nach der gewaltsamen Blockade einer Aufführung von Claude Lanzmanns Film "Warum
Israel" in Hamburg hat sich das Bündnis um das Internationalistische Zentrum B5
an einer Erklärung versucht…
Ab heute heißt du Marianne:
Lesben und Antisemitismus
Entspreche ich nicht einer 'Norm', dann werde ich
ausgegrenzt. Unterschiede in Deutschland machen offenbar Angst, und Lesben sind
davon nicht ausgenommen. Viele Lesben aus der aktiven Lesbenbewegung haben den
Kontakt zu mir abgebrochen, nachdem ich Mitte der 90er Jahre offiziell Mitglied
einer jüdischen Gemeinde wurde...
"Nicht auf dem Urteil ausruhen":
Verschärfter Volksverhetzungsparagraf mit Grundgesetz vereinbar
Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt das Urteil des
Bundesverfassungsgerichts zum Volksverhetzungsparagrafen. Das
Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde des verstorbenen
stellvertretenden NPD-Vorsitzenden Jürgen Rieger verworfen...
Erste Generation
(siehe auch
Zeitzeugen)Jüdische Schicksale
während der Shoah:
Zwei
Tagebücher im Vergleich
Tagebücher, die während der Shoah geschrieben wurden,
sind die beste und authentischste Quelle, durch die wir einen
unmittelbaren Einblick in die persönliche Gefühlswelt von Juden unter
dem Nazi-Regime bekommen können. Wahrscheinlich haben viele Juden
Tagebücher während dieser Zeit verfasst, aber auf Grund der
katastrophalen Umstände sind nur wenige erhalten geblieben. Die meisten
hingegen wurden zusammen mit ihren Autoren vernichtet...
Batja
Gurfinkel, Überlebende:
"Der Schmerz wird mit den Jahren nicht weniger, eher stärker"
Auch mehr als ein halbes Jahrhundert
nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Erinnerungen der Holocaust-
Überlebenden Batia Gurfinkel kaum verblaßt. “Die zum Leben Verurteilten
sind die wahren Opfer des Holocaust. Die Toten sind schon zur Ruhe
gekommen”…
Häftlings-Nummer 42392:
Der Preis des Überlebens
Der ehemalige Häftling im
Konzentrationslager Sachsenhausen, dessen eintätowierte Häftlings-Nummer
42392 sein Leben lang sichtbar blieb, starb im Oktober 2000. Ebenso
lebenslang wie die Häftlingsnummer blieben seine Erinnerung an vier
Jahre KZ-Haft, die nicht allein sein Weiterleben bestimmte sondern auch
das seiner Frau und seiner Kinder…
Das andere Erinnern:
Kindheit im Holocaust
Demnächst wird die Erinnerung an den
Holocaust ohne die Überlebenden auskommen müssen. Schon jetzt rücken die
Erinnerungen derjenigen, die als Kinder den Holocaust überlebten, in den
Vordergrund. Mit Soazig Aarons Roman “Klaras Nein” ist letztes Jahr in
Deutschland auch der erste Roman einer Nachgeborenen erschienen…
Alles lebt noch in mir:
“Nie werde ich mich von diesem Grauen
befreien koennen”
Judith Jaegermann aus Giwatajim bei
Tel Aviv erzählt in ihren Erinnerungen, die sie uns zugesandt hat, von
ihrer Kindheit in Karlovy Vary (Karlsbad), wo ihre Eltern ein koscheres
Restaurant führten…
Trude Nohr:
Zwischen den Richtlinien…
…davon kann
sie auch heute noch kaum erzaehlen. Die Befreiung erlebt sie todkrank
und am Ende ihrer Kräfte. Kaum transportfähig, macht sie sich auf die
Suche nach ihrem Sohn…
Horst:
Ein Kind der Liebe…
In anderen Zeiten haette daraus vielleicht eine ganz normale Romanze
werden koennen. Seine Eltern verknallt bis ueber beide Ohren: der kleine
Horst, ein Kind der Liebe in kalter Zeit…
Sonderkommando
Auschwitz:
Wir weinten tränenlos
Das war eine Gruppe
von jüdischen Häftlingen, die sich entwickelte von einer kleinen Gruppe
zu einem riesigen Kommando, das zu seiner Spitzenzeit um die 900
Personen umfasste. Diese Menschen wurden gezwungen, die fürchterlichsten
Arbeiten, die jemand auf der Welt verrichten musste, zu erledigen…
Die dünne Trennlinie:
Was träumten die Insassen von Konzentrationslagern?
Eines Tages beschloss Dov Freiberg, der im Konzentrationslager Sobibor
eingesperrt war, am nächsten Tag Selbstmord zu begehen. Nach der
abendlichen Überprüfung der Insassen, legte er sich auf einer Bodendiele
schlafen und hatte einen Traum…
Der Preis des
Überlebens:
Begrijpt u nu waarom ik huil?
Entstanden ist das bestürzende Porträt
eines Vaters, der unter dem Eindruck eines posttraumatischen
Stress-Symptoms seine Lagererfahrungen an seine Frau und seine Kinder
weitergibt… |
Programme gegen Rechtsextremismus:
Rückfall in alte Zeiten
Zehn Wissenschaftler schelten die geplante Umwandlung der
Programme gegen Rechtsextremismus durch die Bundesregierung in einer
öffentlichen Erklärung als "nicht akzeptabel"…
Klanginstallation von Esther Dischereit:
Buschfunk
Wer in Dülmen auf einer Bank Platz nimmt, bekommt
Textfragmente über das jüdische Leben von einst zu hören. Erkundungen im
Münsterland...
Laatzen:
Jüdischer Gedenkstein geschändet
Ein Gedenkstein an eine Synagoge in Laatzen (Region Hannover)
ist Ziel eines offenbar antisemitisch motivierten Farbanschlags geworden. Am
Montag waren dort noch Kränze anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht
vor 71 Jahren niedergelegt worden…
Trauma und Erinnerung:
“Wir haben
Deutschland viel zu früh verziehen”
Eine der paradoxen Folgen aus der Allgegenwart des Traumas ist unsere heutige
Beziehung zu Deutschland und dem Nahen Osten. Die überhastete Versöhnung mit
Deutschland ist einer der paradoxen Aspekte des fortwährenden Traumas der
Erinnerung, das unsere feindseligen Beziehungen zu unseren unmittelbaren
Nachbarn im Nahen Osten verschärft. Unsere Entfremdung und die Schwierigkeiten,
die eine ganze Generation mit der modernen jüdischen Identität hat, gehen zum
großen Teil darauf zurück, dass wir Deutschland viel zu früh verziehen haben…
Vor 70 Jahren:
"Dann sprenge ich
den Hitler in die Luft"
Um Haaresbreite wäre Georg Elsers Attentat auf
Hitler im Bürgerbräukeller am 8. November 1939 gelungen...
Gehäuftes Unglück:
Im traurigen Monat
November wars
Der November ist ein trauriger Monat. Das hat
schon Heine gewusst. Dass die November für uns Juden aber immer trauriger und
trauriger werden würden, hatte Heine nicht wissen können. Er ist ja schon 1856
verstorben. Doch wenn man sich anschaut, welche Ereignisse seither im November
passierten, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der November tatsächlich
noch trauriger ist, als Heine geahnt hat…
Kölsche Jonge:
Spuren einer jüdischen
Familie
Im Jahr 1939 gelang es dem jüdischen Kölner Fritz Bader, drei seiner vier
Söhne ins vermeintlich rettende Ausland zu schicken. Er selbst blieb mit seiner
Frau Regine und dem jüngsten Sohn in Deutschland zurück. Mit zunehmender
Verzweiflung hofften Fritz und Regine vergeblich auf eine eigene
Fluchtmöglichkeit…
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Im November 1938
Gedenken:
9. November 1938
darf nicht in Vergessenheit geraten
Mit Bedauern stellt die Präsidentin des Zentralrats
der Juden in Deutschland, Dr. h. c. Charlotte Knobloch, fest, dass in diesem
Jahr das Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 von der Freude
über 20 Jahre Mauerfall überlagert wird. In Zukunft müsse ein Weg gefunden
werden, um beider Ereignisse in angemessener Form zu gedenken…
München:
Namenslesung am
9. November
Am 9. November wird mit einer Namenslesung am
Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße und einer
Gedenkstunde im Saal des Alten Rathauses der Münchner Opfer der Shoa gedacht.
Die Verfolgung durch das NS-Regime brachte Angst, Verzweiflung und Tod über die
jüdischen Bürgerinnen und Bürger…
"Nazi Madness":
Nie mehr
zurück in dieses Land
Frühe Augenzeugenberichte der Novemberpogrome 1938 sind gefunden und
veröffentlicht worden…
Im Herbst 1938:
Das Ende
einer nie geführten Diskussion
Die NS-Führung reist von Berlin nach München und diktiert
einen vorgefassten Vertrag...
Nach dem größten Massenraubmord der
Geschichte:
Ausgeplündert und auf Almosen angewiesen
Gut ausgestattete Nazi-Erben geben sich von "jüdischem Finanzgebahren"
angewidert und "menschlich enttäuscht" und die Frage, warum denn praktisch alle
jüdischen Organisationen im Deutschland von heute mittellos sind, wir immer
seltener gestellt. Warum sind wir angewiesen auf
Wohltaten?
Kann es sich jemand vorstellen, wie unangenehm es ist, immer wieder
werben, manchmal schon fast betteln und buckeln zu müssen - und danach trotzdem
mit leeren Händen dazustehen? Eigentlich müssten sich jene schämen, die uns offensichtlich
so gerne zappeln lassen...
1921 - ?
Herschel Grynszpan
Der Student war bei Verwandten in Paris, als ihn die Nachricht über die
Abschiebung von ca. 15-17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit, darunter
seine Familie, aus Deutschland nach Polen erreichte. Er wollte die Welt
aufrütteln...
Pogrom im November 1938:
Kristallnacht
Reichskristallnacht, Novemberpogrom, in NS-Berichten
meist: Judenaktion. Reichsweiter Pogrom in der Nacht vom 9./10. November 1938.
Die verharmlosende Bezeichnung ''Kristallnacht'' bezieht sich auf die überall
verstreuten Glasscherben vor den zerstörten Wohnungen, Läden und Büros...
Zur Tradierung falscher Opferzahlen:
Die
"Kristallnacht"-Lüge
Hätte die Bevölkerung in der Pogromnacht nicht
geschwiegen, hätte ein solcher Holocaust vielleicht verhindert werden können.
Nur wenn wir der Vergangenheit wachsam ins Auge blicken, können wir ein erneutes
Verbrechen dieser Art verhindern... |
Berlin:
Hier kam der
Antisemitismus zur Welt
Zur Zeit befasst sich auch die israelische Presse ausführlich
mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands und Berlins…
Gewinnträchtiges Erbe:
Souvenirs aus dem
Hause Höß
Eldad Beck, Deutschlandkorrespondent von Israels größter
Tageszeitung, Jedioth achronoth, berichtet über eine unanständige Offerte
besonderer Art. In Jad vaSchem war man auf jeden Fall entsetzt, als der Enkel
eines Naziverbrechers versuchte, Souvenirs seines Großvaters zu verkaufen…
Konzert in Fürth:
"Menschen haben ein
kurzes Gedächtnis"
Die zierliche Sängerin mit der großen Stimme kommt am Freitag in den Kleinen
Saal der Stadthalle und stellt ihr neues Album vor. Beim Konzert liegen 50
Freikarten für Quelle Mitarbeiter an der Abendkasse bereit...
USA-Reise:
Merkel warnt vor
iranischer Atombombe
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach
diese Woche als erste deutsche Regierungschefin seit Konrad Adenauer im Mai 1957
vor beiden Häusern des Kongresses. 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat
sich Merkel bei US-Präsident Barack Obama für die Unterstützung der USA bedankt.
Neben den transatlantischen Beziehungen war auch der Iran Thema. Merkel sagte:
“Eine Atombombe in den Händen eines Mannes, der den Holocaust leugnet und Israel
droht, darf es nicht geben.”…
Hungerstreik:
Exil-Pen
protestiert gegen grausame ‘Wiedergutmachungspraxis’
Peter Finkelgruen wendet sich an die Öffentlichkeit und will
darauf hinweisen, wie grausam und skandalös das Berliner Entschädigungsamt mit
ihm und wohl auch mit anderen Überlebenden der Nazi-Verfolgung umgeht. Der
Exil-Pen fordert vom zuständigen Senator eine Antwort…
Nizza Thobi & Ensemble:
Ein Koffer
spricht
Kulturzentrum im Gasteig, München, Dienstag, 03. November 20:00, Black Box…
Was kommt danach:
Furcht vor den
Rieger-Akten
Nach dem Tod des Jürgen Rieger bangen Neonazis um Datenschutz, denn die
Hamburger Anwaltskammer hat einen der Szene unbekannten Anwalt als
Nachlassverwalter der Rieger-Kanzlei bestellt. Die Hamburger NPD wird nun von
einem lang gedienten Neonazi angeführt. Die rechtsextreme Partei will am 14.
November einen "Gedenkmarsch" für Rieger im oberfränkischen Wunsiedel abhalten…
Demnächst in diesem Theater:
haGalil Fernsehtipps
Vom 01.11. bis 15.11. 2009… |