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Nachrichten im Deutschland-Archiv von
hagalil.com
Nachrichten aus Deutschland, zu Antisemitismus,
Nazismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamismus
und ein paar andere auch noch... |
[GoogleNews/haGalil]
Nachrichten zum Schwerpunkt: Jüdisches Leben, Kultur, Geschichte und
Aktuelles finden Sie unter
judentum.de. |
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September - Dezember 2010 |
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Aktueller Sammelband:
Enttäuschte Hoffnung oder Erfolgsgeschichte?
Die Wiedergutmachung für die Verfolgten des Nationalsozialismus
im Spiegel der Praxis…
Kurz notiert:
"NPD hat sich Zerstörung der Demokratie zum Ziel gesetzt"
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hat
sich in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd zu seiner neuen Funktion
und einem möglichen Verbot der NPD geäußert. Graumann ist seit vier Wochen
neuer Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er
dringt auf einen neuen Anlauf zum Verbot der rechtsextremistischen NPD und
sagte, die NPD habe sich "die Zerstörung unserer Demokratie" offen erkennbar zum
Ziel gesetzt. Graumann forderte die Politik zum Handeln auf.
Sozialpsychologie:
Zur
Generationengeschichte des Nationalsozialismus
Charakteristisch für nahezu das gesamte Feld der sozialwissenschaftlichen
Beschäftigung mit Rechtsextremismus in der Bundesrepublik ist, dass
rechtsextreme Orientierungen von Jugendlichen aus der Enkelgeneration bisher
nicht in Verbindung mit dem Nationalsozialismus ihrer Großeltern und der
Familiengeschichte gebracht werden oder eine solche Verbindung verneint wird…
Tikun Olam:
Geschichte hinter Gittern
Der Ilmenauer Reinhard Schramm will etwas bei jungen Straftätern
bewegen – deshalb besucht der stellvertretende Vorsitzende der
jüdischen Landesgemeinde Thüringen fast monatlich die Weimarer
Justizvollzugsanstalt…
TV:
Fernseh-Tipps fürs Jahresende
Vom 16. bis 31. Dezember 2010...
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Keine Menschenfeindlichkeit – auch nicht an der "Klagemauer":
Antisemitischer
Schandfleck muss aus dem Herzen Kölns verschwinden
Die Kölner „Klagemauer“ startete als Wand gegen
Wohnungslosigkeit und Krieg vor 20 Jahren. Sie war der Ort einer freien
Kommunikation – heute ist davon nichts, aber wirklich nichts mehr übrig
geblieben. Sie ist in einer extremen Einseitigkeit zu einer Dauerdemonstration
gegen den demokratischen Staat Israel, zu einem Instrument einer einseitigen,
hasserfüllten „Kritik“ an Israel verkommen. Mit den Prinzipien einer offenen,
demokratischen, den Prinzipien der Meinungsfreiheit gerecht werdenden Diskussion
hat dies nichts mehr zu tun...
Ein Kölner Dauerdemonstrant "entdeckt" den Antisemitismus:
Ein
Überzeugungstäter
Seit 20 Jahren weiß dieser Mensch nichts besseres mit
sich anzufangen, als sich tagaus, tagein mit Papptafeln zu umgeben und eine
Wahrheit zu verkünden. Öffentlich. Auf der vor dem Kölner Dom gelegenen
Domplatte. Seit vier Jahren kennt dieser sich irrtümlich als „links“ gerierende
„Dauerdemonstrant“ nur noch ein Thema: Der Jude, der israelische Staat ist
böse...
Das Bild ist eindeutig:
Ein altes
antisemitisches Stereotyp
Interessierten Passanten wurde Anfang des Jahres auf
der Kölner Domplatte ein inkriminierendes Bild von einer massiven Person mit
Davidstern präsentiert. Unzweifelhaft sollte hier ein Jude dargestellt werden,
der in den Farben der US-Flagge mit Messer und Gabel ein auf einem Teller
liegendes Kind zerteilt und verspeist. Die „Keifja“ im Bild legt nahe, das es
sich um ein palästinensisches Kind handeln soll. Neben dem Teller steht ein Glas
mit dem Blut des Kindes…
Die antisemitische "Klagemauer" in Köln:
Rassismus
verjährt nicht
Viele Kölnerinnen und Kölner kannten oder kennen die
“Klagemauer” von Walter Hermann als papiernes Mahnmal für soziale Missstände. An
Kulturgeschichte Interessierte verbinden mit der “Klagemauer” die religiöse
Stätte der Juden in Jerusalem, einem früheren Tempel, erst von den Babyloniern
vor über 2000 Jahren, später von den Römern erneut zerstört...
Erinnert an Nazi-Hetze:
Reaktionen des
Kölner Vereins EL-DE-Haus
Der Kölner Verein EL-DE-Haus hat im März und Juli
2010 in zwei kürzeren Beiträgen in sehr deutlicher Weise zum Antisemitismus der
Kölner „Klagemauer“ bezogen. Hierin hat sie sich zugleich mit deren
Strafanzeigen gegen den Betreiber der „Klagemauer“, Herrn Herrmann, sowie mit
den sie untermauernden Ausführungen solidarisiert...
Peter Finkelgruen:
Gedanken zur
Justiz des Landes NRW
Diese drei Dokumente geben mir Anlass, über meine persönlichen Erfahrungen mit
der Nordrhein-Westfälischen Justiz und den politisch Verantwortlichen ein wenig
nachzudenken. Jedenfalls da, wo es um NS – Mörder und Antisemitismus geht...
Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung:
Resolution gegen die Kölner Klagemauer
Ein breites Spektrum veröffentlichte im Dezember eine gemeinsame “Resolution
gegen antiisraelische und antisemitische Darstellungen an der so genannten
‘Kölner Klagemauer’”…
הצהרה לגבי תערוכת המחאה:
הכותל המערבי של
קלן
מה שהחל כפורום לתקשורת חופשית ועירנות למען
השלום, התפתח בשנת 2004 למקום המשתלח בנימה אנטי ישראלית ומתאפיין בנקיטת עמדה חד
צדדית בעלת עיוורון היסטורי. שיאה של השערורייה בהתפתחות זו חל בחודש ינואר 2010
כאשר הוצגה במקום קריקטורה בה נראה אדם בעל מאפיינים יהודים, אשר אוכל ילד פלסטיני
באמצעות סכין ומזלג...
Der konkrete Anlass:
'Antisemitismus
ist unser aller Problem!'
Ein Interview mit dem Schauspieler und Theaterleiter Gerd
Buurmann zur Kölner „Antiwand“… |
Taktisches Element:
Die Juden, das "Dritte
Reich" und die Sowjetunion
Der Kampf der Nazi gegen den angeblich jüdischen Bolschewismus nahm 1939 ein
Ende, sie arrangierten sich mit der Sowjetunion, um freie Hand gegen Polen und
die Westmächte zu bekommen...
Krone-TV:
HC
Strache in Israel
Der Film zeigt Strache am israelischen Außenposten beim
Gaza-Streifen, in der am meisten beschossenen Stadt Sderot und
bei den jüdischen Siedlern in der Westbank. Insgesamt 100
Stunden verbrachte HC Strache in Israel, besuchte gemeinsam mit
europäischen Politikern aus dem rechten Lager Schauplätze des
israelisch-palästinensischen Konflikts. Bestimmendes Thema der
Reise war der Anti-Islamismus…
Rom:
Eine Ikone der Güte und Zivilcourage
Der italienische Jesuit Raffaele de Ghantuz Cubbe (1904-1983),
der während des Zweiten Weltkriegs Juden vor dem NS-Regime
gerettet hatte, wurde jetzt posthum vom Staat Israel geehrt. Der
Botschafter Israels beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy,
überreichte am Dienstag in Rom die Medaille zum “Gerechten unter
den Völkern” an dessen jungen Neffen Francesco de Ghantuz Cubbe.
Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Rom nutzte dabei die
Gelegenheit, um den Wunsch nach der Gründung einer „Vereinigung
von Kindern der Gerechten unter den Völkern” vorzubringen...
Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft:
Antisemitismus und die Transformation des Nationalen
In der Antisemitismusforschung gilt seit den Arbeiten der
Kritischen Theorie die These vom engen Zusammenhang von
Nationalismus und Antisemitismus als allgemein anerkannt. Dies
zeigt die Entwicklung der europäischen Nationalstaaten im 19.
Jahrhundert und im 20. Jahrhundert, in dem die Verschränkung von
Antisemitismus und Nationalismus in der Shoah gipfelte...
Psyche und Gesellschaft:
Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus
Das Versäumnis, dass die Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der
Täterseite bisher nur lückenhaft untersucht wurden, will Jan Lohl in einer im
Psychosozial-Verlag erschienenen umfassenden Analyse korrigieren…
KZ-Außenlager Harzungen:
Der bemalte
Fensterladen
Künstlerische Impression eines unbekannten Häftlings
aus dem KZ-Außenlager Harzungen (Gemeinde im thüringischen Landkreis
Nordhausen)...
Im Interview:
Das
iranische Regime, die Bedrohung Israels und die deutsche Iran-Politik
Ein Interview mit Stephan Grigat, Mitinitiator der überparteilichen Initiative
STOP THE BOMB, welche sich für Sanktionen gegen den Iran und für eine
Unterstützung der iranischen Opposition einsetzt. In Deutschland setzt sich das
Bündnis zudem für ein Verbot der Hisbollah ein. Oberstes Ziel der Initiative ist
es, den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern…
Privatklage und Auslieferungsgesuch:
SS-Massenmörder beichtet
SS-Obersturmbannführer Bernhard Frank hat am 28. Juli 1941, zu Beginn der
Operation Barbarossa, den ersten Befehl der SS zu einem Massenmord an
Hunderttausenden Juden unterzeichnet. Das war der Auftakt für die Mordmaschine,
in deren Rahmen sechs Millionen Juden getötet wurden…
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Weitere Details zur Verhandlung:
Untersuchungshaft
gegen Dogan Akhanli aufgehoben
Dass Dogan Akhanli frei ist, hat sich am Mittwoch
Abend wie ein Lauffeuer verbreitet. Die 11. Strafkammer hat die
Untersuchungshaft gegen Dogan aufgehoben. Er unterliegt keinerlei
aufenthaltsrechtlichen Beschränkungen, kann also das Land nach Belieben
verlassen und auch wieder einreisen. Eine Fortsetzung der Verhandlung ist auf
den 9. März 2011 terminiert...
Chanukkawunder in Istanbul:
Doğan
Akhanlı ist frei!
Der deutsch-türkische Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist
Dogan Akhanli ist soeben aus der Untersuchungshaft freigelassen worden. Dies hat
ein Gericht in Istanbul soeben entschieden. Der seit knapp 20 Jahren in Köln
lebende Autor – er engagiert sich seit vielen Jahren gegen Antisemitismus und
für eine Aufarbeitung des türkischen Völkermordes an den Armeniern – war am 10.
August bei seiner Ankunft in Istanbul inhaftiert worden…
Eine Kurzgeschichte von Dogan Akhanli:
Sibirien
Im Hochsicherheitsgefängnis hat Dogan Akhanli eine mit „Sibirien“ betitelte
Kurzgeschichte verfasst, die sein Anwalt deutschen Freunden übergeben hat…
Pressekonferenz Günter Wallraffs in Istanbul:
Zur
Inhaftierung Dogan Akhanlis
Am 8.12.2010 ab 13.30 Uhr findet in Istanbul der erste Prozesstag gegen den zu
Unrecht in Haft gehaltenen türkischen Schriftsteller mit deutschem Pass, Dogan
Akhanli, statt. Die Kritik an dieser Willkürmaßnahme gegen den Menschenrechtler
Dogan Akhanli hat an Schärfe zugenommen. Koordiniert von recherche international
e.V wird eine aus 21 Teilnehmern bestehende Internationale Delegation – unter
Federführung des renommierten Journalisten Günter Wallraff – den Istanbuler
Prozess gegen Dogan Akhanli beobachten…
22 Landtagsabgeordnete aus NRW:
Tiefe
Besorgnis über Dogan Akhanlis Inhaftierung
Heute beginnt in Istanbul der Prozess gegen den in Köln lebenden türkischen
Schriftsteller und Menschenrechtler mit deutschem Pass, Dogan Akhanli. Am
Vorabend der Prozesseröffnung haben zahlreiche nordrheinwestfälische
Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, der SPD sowie der Linken einen gemeinsamen
Aufruf zur Solidarität mit Dogan Akhanli veröffentlicht, hierunter auch der
Kölner Landtagsabgeordnete Arndt Klocke und zahlreiche weitere Abgeordnete aus
Köln...
6. Dezember, von 12-14 Uhr:
Mahnwache für Doğan Akhanlı
Wir protestieren dagegen, dass der Kölner Doğan Akhanlı schon
fast vier Monate willkürlich in türkischer Haft gehalten wird und am
kommenden Mittwoch, den 8. Dezember 2010, in Istanbul vor Gericht erscheinen
muss. Aus politischen Gründen fordert der Staatsanwalt eine lebenslange
Haftstrafe… |
Anlässlich des 20. Todestages von Amadeu Antonio:
Opfer rechter
Gewalt dürfen nicht vergessen werden
In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde der junge Angolaner Amadeu
Antonio von einer Gruppe Neonazis durch Eberswalde gejagt und mit Lattenzäunen
und Baseballschlägern misshandelt. Am 6. Dezember 1990 erlag er seinen schweren
Verletzungen. Er war eines der ersten Todesopfer rassistischer Gewalt nach der
Wende. Diesen Dezember jährt sich sein Todestag zum 20. Mal...
Mai 1946:
Lieder von Trauer und Freude
"Jewish Ex-Concentration Camp Orchestra" spielte im Nürnberger Opernhaus für
Mitarbeiter des Kriegsverbrecher-Tribunals – Zusatzkonzert zum ersten Jahrestag
der Befreiung im Displaced Persons Camp (DP) in Fürth…
Neonazi Heldengedenken in München:
Tomaten und
Widerstandsrecht
An der Ecke Landwehr-/Goethestraße wurden die Nazis
mit überreifen Tomaten empfangen. Auch ich trug mit zwei kleinen Tomaten (einer
zugegebenermaßen sehr reduzierten Form des Widerstands, unter den gegebenen
Möglichkeiten aber der einzigen) dazu bei, wurde allerdings von der Polizei
festgenommen und ins Polizeipräsidium verbracht...
München:
Israel-Projekttag an der LMU
An der Ludwig-Maximilians-Universität München hat am Dienstag im Rahmen der
internationalen Hochschulmesse erstmals ein Israel-Projekttag stattgefunden. Die
Botschaft des Staates Israel in Berlin hatte die Veranstaltung gemeinsam mit dem
Referat für Internationale Angelegenheiten der LMU und der Bayerischen
Landeszentrale für politische Bildungsarbeit organisiert…
Baden-Württemberg:
Landespreise für Heimatforschung vergeben
Der Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg
geht 2010 an Volker Mall und Harald Roth. Die Herrenberger erhalten die mit
5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr gemeinsames Werk "Jeder Mensch hat
einen Namen – Gedenkbuch für die 600 Häftlinge des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen"...
Berlin:
Knobloch
verurteilt Brandanschlag auf Sehitlik-Moschee
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch,
reagierte mit Entsetzen auf Berichte über einen mutmaßlichen Brandanschlag auf
die Sehitlik-Moschee in Neukölln, Berlins größte Moschee…
CDU-Prunksitzung:
"Die wolle mer net neilasse!"
Es kann kein Zufall sein, dass die CDU ihren
Parteitag nach dem 11.11. begeht…
Rechtsextreme Inszenierungen:
"pro
Köln" betreibt Volksverhetzung und macht sich selbst zum "Opfer"
Noch nie hatte es eine solche Aufregung um eine Veranstaltung im
EL-DE-Haus gegeben. Anlass war die gemeinsame Veranstaltung der
Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im
NS-Dokumentationszentrum (ibs) mit der Kölner Volkshochschule.
Ziel war die Aufklärung über extrem rechte und rassistische
Aktivitäten im Kölner Rat und in den Bezirksvertretungen sowie
die Diskussion über geeignete Gegenstrategien.
Kurz gemeldet: ---
Freiberg: Sicherheitsniveau auf Dauer nicht durchzuhalten ---
Knobloch für Bundesbeauftragten gegen Rechtsextremismus
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Gabriel für bessere Bezahlung der Bundespolizei ---
De Maizière: Vermeintliche Bombe von Windhuk war Attrappe
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Für eine klügere Form der Erinnerungsarbeit:
Charlotte
Knobloch zum 9. November
Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland,
betonte anlässlich des 72. Jahrestages des 9. November 1938 die
Unverzichtbarkeit auf "eine lebendige Erinnerungskultur in unserem Land.
Unsere freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Grundwerte, unsere
moralischen Wertvorstellungen und unser Selbstverständnis als soziale
Gesellschaft basieren auf den Erfahrungen in der Vergangenheit"…
"Nazi Madness":
Nie mehr
zurück in dieses Land
Frühe Augenzeugenberichte der Novemberpogrome 1938
sind gefunden und veröffentlicht worden…
Max Mannheimer:
"Kristallnacht"
Am 10.
November 1938 brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland. Sie
brannten in Österreich. Sie brannten in der Tschechoslowakei...
„Kristallnacht“ im Sudetengebiet:
Massenflucht
jüdischer Bewohner
Im November 1938 brannten die Synagogen, wurden jüdische Häuser und
Geschäfte überfallen und Juden verhaftet und getötet – und das nicht nur in
Deutschland. Auch im nordböhmischen Reichenberg (Liberec), im westböhmischen
Karlsbad (Karlovy Vary) oder im schlesischen Troppau (Opava), kurz in den
Sudetengebieten, gab es die Pogromnacht...
Aus den Erinnerungen von Heinz Landman:
Die
Reichspogromnacht in Augsburg
In der Nacht vom 9-10 November 1938
erwachte ich um 5 Uhr morgens vom Geräusch der Türklingel. Die Tür zu meinem
Schlafzimmer öffnete sich und zwei wildfremde Männer in Lodenmäntel standen
mir gegenüber...
Ernst Günter Fontheim:
Meine
Erinnerungen an die "Kristallnacht"
Was in meinem Gedächtnis für immer haften bleiben wird, ist das Bild der
dicken Rauchsäule, die über der mittleren Kuppel dieser wunderschönen
Synagoge stand und der blutige Kopf dieses unbekannten Juden...
Kristallnacht:
Gewalt
gegen die Münchner Juden im November 1938
Zersplitternde Schaufenster und brennende Synagogen waren
nicht die eigentliche Zielrichtung; die wirkliche Perspektive war physische
Gewalt gegen Menschen, war Mord...
Auftakt des Grauens:
Im Gedenken
an die Reichspogromnacht am 9. November 1938
Das Attentat des Herschel Grynspzan und die Auswirkungen…
Von Nürnberg nach
Jerusalem, und nicht zurück:
Meir
Schwarz - Porträt eines Nürnberger Juden
Eine kleine, untrennbare Wurzel hält ihn an seinen
Geburtsort. Hier trifft er sich mit Jugendlichen, halt Vorträge, spricht
über seine Erfahrungen als "jüdischer Schüler in Nazi-Nürnberg", erforscht
die Geschichte der Synagogen Bayerns...
Zerstörung:
Die "Große Synagoge"
in Nürnberg
Die "Große Synagoge" in Nürnberg wurde, auf Initiative des
Gauleiters Streicher und der Staatsbehörden, schon am 10. August 1938
zerstört...
יוסף בורג:
חוויותיו למחרת ליל הבדולח
Joseph Burg schildert seine Eindrücke vom 9. / 10. November
1938 in Berlin. Der spätere Minister in zahlreichen israelischen Regierungen
ist der Vater von Avram Burg...
Die wahren Opferzahlen:
1.700
zerstörte Bethäuser
Das Synagogue Memorial in Jerusalem erforscht seit 25 Jahren die
Pogromnacht…
Zur Tradierung falscher Opferzahlen:
Die "Kristallnacht"-Lüge
Die Geschehnisse, die sich in der Nacht vom 09. auf den 10.
November 1938 in Deutschland zutrugen, werden in der Geschichtsschreibung
auch heute noch häufig unter dem euphemistischen Begriff der "(Reichs-)Kristallnacht"
zusammengefasst. Horst Stuckmann nennt das Wort "Kristallnacht" eine
"verharmlosende Bezeichnung, die suggerieren soll, als seien damals
lediglich einige Fensterscheiben zu Bruch gegangen"...
1933-1945:
Die Juden in den geheimen NS-Stimmungsberichten
Es handelt sich um die fast 900seitige Dokumentation
über die Lage der Juden im Deutschen Reich in den Jahren 1933
1945, wie sie sich in den Berichten der deutschen Behörden und
Parteistellen vom Regierungspräsidenten bis zu den Kreisleitern der
NSDAP, insbesondere aber in den Meldungen des Sicherheitsdienstes
der SS, widerspiegelt...
Akteneinsicht:
Die geheime NS-Berichterstattung
Wie aus den bisherigen Forschungen zur geheimen
NS-Berichterstattung hervorgeht, glaubte das Regime nicht an das
monolithische Bild von Staat und Gesellschaft, das von ihm selbst in
den Massenmedien dargestellt und von der Welt meist entsprechend
wahrgenommen wurde...
Akteneinsicht:
Geheimbericht 2550 aus Berlin
Aus dem Sonderarchiv Moskau (Osobyi
Archiv)...
SD-Oberabschnitt West II 112:
Geheimbericht 2777 aus
Düsseldorf
Die Lage des Judentums im Jahre 1938 ist durch einen katastrophalen
Niedergang auf allen Gebieten und allen bisher bestandenen Einflußsphären
gekennzeichnet...
"möchte ich bitten, mir eine kleine
Entschädigung zukommen zu lassen...":
Täter-Perspektiven
Parteigenosse Willy Fährmann, von der Ortsgruppe der
NSDAP Landsberger Platz schreibt an das Propagandaamt...
Nach dem größten Massenraubmord der
Geschichte:
Ausgeplündert und auf Almosen angewiesen
Gut ausgestattete Nazi-Erben geben sich von "jüdischem Finanzgebahren"
angewidert und "menschlich enttäuscht" und die Frage, warum denn praktisch
alle jüdischen Organisationen im Deutschland von heute mittellos sind, wir
immer seltener gestellt. Warum sind wir angewiesen auf Wohltaten? Kann es
sich jemand vorstellen, wie unangenehm es ist, immer wieder werben, manchmal
schon fast betteln und buckeln zu müssen - und danach trotzdem mit leeren
Händen dazustehen? Eigentlich müssten sich jene schämen, die uns
offensichtlich so gerne zappeln lassen...
Im Herbst 1938:
Das
Ende einer nie geführten Diskussion
Die NS-Führung reist von Berlin nach München und
diktiert einen vorgefassten Vertrag...
1921 - ?
Herschel
Grynszpan
Der Student war bei Verwandten in Paris, als ihn die Nachricht über die
Abschiebung von ca. 15-17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit, darunter
seine Familie, aus Deutschland nach Polen erreichte. Er wollte die Welt
aufrütteln...
Pogrom im November 1938:
Kristallnacht
Reichskristallnacht, Novemberpogrom, in
NS-Berichten meist: Judenaktion. Reichsweiter Pogrom in der Nacht vom 9./10.
November 1938. Die verharmlosende Bezeichnung ''Kristallnacht'' bezieht sich
auf die überall verstreuten Glasscherben vor den zerstörten Wohnungen, Läden
und Büros...
Julius Streicher:
Hassen, Hetzen, Verleumden
Man hat den Typ schon irgendwo gesehn, beim Herrenabend, wo dergleichen
Glatzen im Dunst lasziver Lust an Witzen schmatzen, die immer sich ums
Genitale drehn. Ich hör ihn förmlich grunzen: Kenn Sie den?...
Das Jahr 1938:
Brutalisierung und
Verzweiflung
Wie man den Monatsblättern des jüdischen Kulturbunds
entnehmen kann, markierte das Jahr 1938 einen Wendepunkt für die Juden, die
sich noch in Deutschland befanden, beinahe nur noch die Hälfte der einstigen
Zahl. Die zurückgebliebenen ergriff allmählich eine verzweifelte Stimmung...
Das "jüdische Problem"
international:
Die Asyl-Konferenz
von Evian
Auch nach der Pogromnacht 1938 war kein Land der
Erde bereit die jüdischen Flüchtlinge aufzunehmen. Der Staat Israel
existierte noch nicht...
Evian-naivE:
Emigration wohin?
Eines der entmutigendsten Ereignisse des Jahres 1938
war die Konferenz, die vom 6. bis zum 15.Juli im französischen Kurort
Evian-les-Bains tagte...
Die
sogenannte "Polenaktion":
Auftakt zur
Vernichtung
Am 28. und 29. Oktober 1938 sind im Rahmen der sog. "Polenaktion" etwa
17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit über Nacht aus dem Dritten Reich
ausgewiesen worden - ein bisheriger Höhepunkt der Diskriminierungsmaßnahmen
des NS-Regimes gegenüber den Juden...
8. November 1939:
Nur acht
Minuten
"Dann sprenge ich den Hitler in die Luft"
- Um Haaresbreite wäre Georg Elsers Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller
1939 gelungen...
Schwaben:
Gedenkfeier in der Synagoge Hainsfarth
Erinnerungsarbeit ist die Aufgabe des Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth.
Um nicht zu vergessen, welche Schandtaten im Pogrom am 9. und 10. November
vor 72 Jahren auch in unserer Heimat, in Hainsfarth, in Oettingen oder
Nördlingen aufgeführt wurden, lädt der Freundeskreis am Mittwoch, dem 10.
November, um 20 Uhr zu einer Gedenkfeier in der Synagoge in Hainsfarth ein…
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Kein Feuer für Antifas:
Zehn Jahre nach dem "Aufstand der Anständigen"
Familienministerin Kristina Schröder fordert, dass Initiativen, die Geld aus
staatlichen Programmen gegen Rechtsextremismus erhalten, künftig einen
Treueeid zur Verfassung ablegen sollen. Die Forderung ist so umstritten wie
die Programme selbst…
Mainz:
Brandanschlag auf Synagoge in Deutschland – keine Meldung mehr wert?
Einen Tag nach dem Brandanschlag auf die neue Synagoge in Mainz äußerte sich
Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in
Deutschland, entsetzt, aber auch enttäuscht…
Niederbayern:
Die
vergessenen Juden vom Hausstein
Auch der dritte Versuch ist gescheitert: Sooft bisher über die
Historie des Sanatoriums am Hausstein im niederbayerischen Landkreis
Deggendorf geschrieben wurde, gelang nie eine umfassende Darstellung, auch
wenn der dritte Schreiber seine jüngst erschienene Arbeit als solche preist.
Dass zur Geschichte auch Juden gehören, blieb stets unerwähnt. Und der
einzige jüdische Arzt dort, ein wahrer Menschenfreund, wurde in keiner der
Arbeiten namentlich genannt...
Für die grauen Novembertage:
Die neuen Fernsehtipps
Vom 01. bis 15. November 2010...
9. November:
Spricht Alfred Grosser in der Frankfurter Paulskirche?
In einem Schreiben an Petra Roth, die Frankfurter
Oberbürgermeisterin, wundert sich Stephan Kramer,
Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, über
den Ehrengast, der bei der geplanten Gedenkveranstaltung am 9.
November sprechen soll…
Rabbiner Walter Rothschild:
Unsere parallele Welt
Alle reden von Integration. Das will ich jetzt auch tun. Von der
Materie verstehe ich einiges. Ich lebe als Engländer, als Jude
und als Rabbiner in Deutschland – Stalin hätte mich einen
"wurzellosen Kosmopoliten" genannt. Ich kenne Deutschland und
seine Nachbarn gut...
Radio-Tipp:
"Blauer Strich heißt Leben, Rotes Kreuz bedeutet Tod"
70 Jahre nach dem Beginn der industriell-systematischen
Vernichtung von Menschen werden viele Spuren der Ermordeten
gerade erst entdeckt. Maximiliane Saalfrank und Thies Marsen
haben nach solchen Spuren der Euthanasie in altbayerischen
Einrichtungen gesucht, sie fragten Zeitzeugen und Angehörige,
wälzten Archivgut und kamen zu neuen und oft bestürzenden
Erkenntnissen...
Eine Geschichte aus Deutschland:
Von
nassen Hunden und trockenen Juden
Es ist der letzte Satz dieses Berichts, der den Weg weist: »Doch
das erlösende Licht wird sich ausbreiten, früher oder später!« –
Ein Satz voller Hoffnung, ein Satz voller Illusionen? So mag man
denken, wenn man den Tatsachenbericht, die Autobiografie des
jungen Shalicar liest…
"Das hat’s bei uns nicht gegeben!":
Das Buch zur
Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung
Bereits in 40 Orten war die Ausstellung zu sehen. Ergänzend ist
jetzt das Begleitbuch erschienen, das neben dem ausführlich und
schön bebilderten Katalog zahlreiche Einzelaspekte vertieft...
Das Amt und die Vergangenheit:
Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik
Ein Mythos bröckelt: Das nach dem Krieg vom Auswärtigen Amt
verbreitete Geschichtsbild erweist sich als Legende…
Köln:
Solidaritätsveranstaltung für Doğan Akhanlı
Am 31. Oktober um 18 Uhr findet eine
Solidaritätsveranstaltung für den im August 2010 verhafteten
Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı statt. Prominente Kölner
Autoren lesen Texte von Doğan Akhanlı und diskutieren zum
Thema...
Deutsche gegen Deutsche:
Das
Schicksal der Juden 1938-1945
Moshe Zimmermann hat die Situation der deutschen Juden von der
rechtlichen Ausgrenzung über die “Arisierung” bis hin zum
sozialen und physischen Tod umfassend analysiert. Er beschreibt
auch das Schicksal deutscher Juden in den Ghettos im Osten und
in den Ländern der Emigration sowie das Fortbestehen einer
deutsch-jüdischen Kultur (in der Heimat wie im Exil). Die
vielfältigen Gruppierungen im deutschen Judentum konfrontiert er
mit dem rassistischen Judenbild der Nazis…
Deutsche Gegenwart:
Antisemitische Übergriffe in Köln
Traurige Nachrichten aus Köln – schon wieder.
Nachdem in der vergangenen Woche eine Gruppe Neonazis vor einer
Gasttätte volksverhetzende Parolen skandiert hatte und
Rechtsextreme das Straßenschild “Judengasse” herunterrissen, kam
es jetzt auch zu gewaltsamen Übergriffen auf drei jüdische
Mädchen…
Tipp:
Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau
Als Emma Beigel vor 15 Jahren aus der Ukraine nach Deutschland
übersiedelte, hätte sie sich niemals vorstellen können, in der
KZ-Gedenkstätte in Dachau zu arbeiten...
Ganz frisch:
Die aktuellen Fernsehtipps
Vom 16. bis 31. Oktober 2010…
Reine Spekulation, aber garantiert zutreffend:
Wie
viel "Sarrazin" verträgt Europas "Genpool"?
Namen können eine seltsame Wirkung auf ihre Träger ausüben. Wer
an einen, durch Zuwanderung gefährdeten „europäischen Genpool“
glaubt und Sarrazin heißt, muss für seinen Familiennamen Abbitte
leisten…
Aufruf und Kulturfest:
München ist bunt
Am 13. November 2010 will die neonazistische Vereinigung der
„Freien Nationalisten“ durch die Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt
ziehen. Alle Mitglieder des Bezirksausschusses wollen dem nicht
tatenlos zusehen und zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern
zeigen, dass München bunt ist und nazifrei bleiben muss. Gerade
unser Viertel lebt von seiner Vielfalt, Offenheit und Toleranz…
Eine Frage der Gesinnung:
Von
Windbeuteln in der Medienwelt
Als „Windbeutel“ bezeichnete der Philosoph Max
Weber Personen, die nur nach ihrer Gesinnung handelten. Diese
„Gesinnungsethiker“ -so Max Weber- handeln nach komplett anderen
Maximen als beispielsweise „Verantwortungsethiker“…
Landesregierung bestätigt:
Rechtsextremistischer Referent beim Studienzentrum Weikersheim
Stephan Braun MdL: „CDU-nahe Einrichtung hat nichts aus
vergangenen Skandalen gelernt und verweigert klare Abgrenzung
zum Rechtsextremismus. Die CDU muss Konsequenzen ziehen und
Unvereinbarkeit feststellen.”…
11. Oktober 1916:
Die Judenzählung von 1916
"Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!"
Jener berühmt gewordene Satz aus der Rede Kaiser Wilhelms II. im
Reichstag, die den Burgfrieden zwischen den Parteien im Angsicht
des Kriegsausbruchs von 1914 beschwor, löste auch unter den
deutschen Juden eine euphorische Begeisterung für den Weltkrieg
aus…
Zwei Buchtipps:
Zur
Integration der Muslime in Europa
Das 388 Seiten umfassende Buch von Arno Tausch über
soziologische Perspektiven zur Integration der Muslime in Europa
und der von Hartmut Krauss herausgegebene Sammelband Feindbild
Islamkritik sollten Pflichtlektüre für alle Menschen werden, die
ohne Voreingenommenheit an diesem Thema interessiert sind...
Muslime in Deutschland:
Die
Debatte geht weiter
Bundesbildungsministerin Annette
Schavan meint, man solle nicht den Eindruck erwecken, der Islam
sei Teil unserer Kultur wie Christentum und Aufklärung. Dies
habe Bundespräsident Wulff aber auch nie behauptet…
Report Mainz:
Islamfeindlichkeit nimmt zu
Die Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt erheblich zu. Das
geht aus der Studie “Die Mitte in der Krise” hervor, die am
kommenden Mittwoch von der Friedrich-Ebert-Stiftung
veröffentlicht wird…
Seehofers Thesen zur Einwanderung:
Das
Boot ist voll, schon wieder
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren öffentlichen
Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer kommt und
neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im Gefolge
der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzenden leicht,
noch mehr verbale Wucht zu liefern, um Gehör zu finden…
Berlin:
Ein Abend für Dogan Akhanli
Freundinnen und Freunde von Dogan Akhanli laden
zu einem Solidaritätsabend ein am Dienstag, 12. Oktober im
Theater Ballhaus Naunynstraße (Naunynstraße 27, 10997 Berlin),
im Rahmen einer von ihm mit vorbereiteten
armenisch-deutsch-griechisch-türkischen Begegnung...
Ausgeprägtes Markenbewusstsein:
Wo
gehts hier zum Patentamt, bitte?
Manchmal hat ja man schlimme Gedanken. Und wenn man schlimme
Gedanken hat, kommt man auf komische Ideen. Mir zum Beispiel kam
gestern die Idee, auf das Wort „jüdisch“ ein Patent anzumelden.
Nicht wegen des Geldes, dass ich fortan damit verdienen würde,
wenn jemand das Wort verwendet, sondern wegen der Kontrolle, die
man dann über die Verwendung des Begriffs hätte…
Vorsicht, Rassismus:
Versuche, Völker durch ihr Erbgut zu "erklären", sind ein
gefährlicher Wahn
Der Rechtspopulist Thilo Sarrazin hat erneut
für Wirbel gesorgt. Anlass war die Veröffentlichung eines
Buches, in dem er vor einer feindlichen Übernahme Deutschlands
durch die von ihm zum Hauptfeind ernannten Moslems warnt. Dafür
wurde Sarrazin von allen maßgeblichen demokratischen Kräften
verurteilt, darunter auch vom Zentralrat der Juden in
Deutschland. Damit ist die Affäre aber nicht ausgestanden…
Veranstaltungstipp:
Vortragsreihe zu Ungarn
Rechtsentwicklung, Antisemitismus und extreme
Rechte in Ungarn. Informations- und Diskussionveranstaltung mit
Magdalena Marsovszky..
Vorsicht, Rassismus:
Versuche, Völker durch ihr Erbgut zu "erklären", sind ein
gefährlicher Wahn
Der Rechtspopulist Thilo Sarrazin hat erneut
für Wirbel gesorgt. Anlass war die Veröffentlichung eines
Buches, in dem er vor einer feindlichen Übernahme Deutschlands
durch die von ihm zum Hauptfeind ernannten Moslems warnt. Dafür
wurde Sarrazin von allen maßgeblichen demokratischen Kräften
verurteilt, darunter auch vom Zentralrat der Juden in
Deutschland. Damit ist die Affäre aber nicht ausgestanden…
Veranstaltungstipp:
Vortragsreihe zu Ungarn
Rechtsentwicklung, Antisemitismus und extreme
Rechte in Ungarn. Informations- und Diskussionveranstaltung mit
Magdalena Marsovszky..
Personalmangel:
Terroristen können nicht überwacht werden
Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass sich die Gefahr von
Anschlägen in Deutschland weitgehend erledigt hat. So ruhig
schien es in den vergangenen Monaten an der Terrorfront zu sein.
Durch die am Mittwoch bekannt gewordenen Erkenntnisse ist
allerdings wieder schlagartig bewusst geworden: Das Land ist
nach wie vor im Visier des Terrors, die Bedrohung ist real, und
sie scheint massiver zu sein, als angenommen…
Münchens braune Gedenkhalle:
"Göring in seiner Zeit sehen"
Die Liste seiner Vergehen ist ellenlang und ohne Beispiel. Der
Chef der Gestapo hat die ersten Konzentrationslager und die
„Endlösung der Judenfrage“ offiziell in Auftrag gegeben. Hermann
Göring war ein ausgemachter Nazi und Menschenjäger. Doch nicht
nur Menschen, so manch einem Hirschen hat er auch nachgestellt –
wofür Göring noch heute im Jagd- und Fischereimuseum geehrt wird
….
Offener Brief:
Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat 1980
Die Forderung nach einer
Wiederaufnahme der Ermittlungen besteht schon lange, im Jahr des
30. Jahrestags sollte sie endlich gehört werden. Es ist an der
Zeit, dass die Öffentlichkeit und die Opfer sowie deren
Angehörige die Wahrheit erfahren...
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Zum Gedenken:
Heiner
Lichtenstein (1932 – 2010)
Seine Stimme hat sich mir früh eingeprägt: Wie oft habe ich ihn im WDR-Rundfunk
gehört, bereits während meines Studiums. Unverkennbar in seiner Stimme, in
seiner klaren, verständlichen, engagierten, nachdenklichen Sprache – trotz der
schwierigen, kontroversen Themen die er stets behandelte: Heiner Lichtenstein
verkörperte den Typus eines radikalen Aufklärers über die deutschen, die
nationalsozialistischen Verbrechen...
Unermüdliche Versöhnungsarbeit:
Nachruf zum Tode von
Heiner Lichtenstein
"Ein großer Chronist und Aufklärer der Zeitgeschichte. … Die schweren
juristischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre sind Lichtensteins Thema
geworden. Ohne seine Bücher und Prozessberichte hätte man einen Teil der
deutschen Geschichte willkürlich in den Abgrund verstoßen." So bezeichnete
Robert M. W. Kempner, eine der bekanntesten Persönlichkeiten der
Nachkriegsjustiz, schon vor 20 Jahren den am 4. Juli plötzlich verstorbenen
Heiner Lichtenstein…
Heiner Lichtensteins letzter Beitrag:
"Arier-Nachweis" für Studenten
Am 8. Juli 1935 – vor 75 Jahren – wurden alle Juden vom Studium an den deutschen
Universitäten ausgeschlossen…
Engagiert gegen den Zeitgeist:
Laudatio auf Heiner Lichtenstein
Am 3. Dezember 2009 verlieh die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische
Zusammenarbeit dem Journalisten Heiner Lichtenstein in Köln ihren Giesberts
Lewin-Preis für dessen publizistisches Lebenswerk. In den Jahren zuvor waren die
Kölner Ralph Giordano, Gunter Demnig und Günter Wallraff ausgezeichnet worden.
Nachfolgend dokumentieren wir die Preisrede Dr. Jürgen Wilhelms auf Heiner
Lichtensteins vom Dezember 2009…
Giesberts Lewin-Preis:
Dankesrede von Heiner Lichtenstein
Diese NS-Prozesse sind nie populär gewesen. Dringend nötig waren sie, aber wo
ist die Unterstützung der Bundesregierung gewesen, der Landesregierungen, der
Kirchen beider Konfessionen? Ich habe keinen Prozess erlebt, in dem ein, so
würde ich ihn jetzt einmal nennen, kirchlicher Würdenträger seine Anteilnahme
mit den Opfern dadurch gezeigt hat, dass er in die Verhandlung gekommen ist... |
300 Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in
München 1933-1945:
Memory Loops
München realisiert mit Memory Loops ein virtuelles Denkmal für
die Opfer des Nationalsozialismus...
Ermreuth 1933 bis 1939:
Prügel für den “braunen” Bürgermeister
Das wundersame Toleranzverständnis in der fränkischen
Gemeinde Ermreuth. 3. Teil – Eine Gemeinschaft fällt
auseinander…
Christen und ihre Anschuldigungen:
Ermreuths orthodoxe Juden und ihre christliche Nachbarn
Um 1810 gehörte fast jeder vierte Dorfbewohner der jüdischen
Gemeinde an, 1822 fast jeder dritte = 35 Familienväter, je ein
Witwer und Lediger sowie 124 Kinder. Ab der Mitte des 19.
Jahrhunderts setzte auch hier eine Abwanderung vor allem in die
größeren Städte ein...
Umfrage:
Ausmaß der NS-Zwangsarbeit wird unterschätzt
Das Ausmaß der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus
wird von den meisten Deutschen unterschätzt. Nur ein Fünftel (19
%) ist sich bewusst, dass im Deutschen Reich zwischen 1939 und
1945 über 13 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten mussten.
Das ergab eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im
Auftrag der Stiftung EVZ...
Facebook-Hit:
Und wieder sind die Juden schuld
Seit einigen Tagen kursiert es auf
verschiedenen Videoportalen und wird fleißig runtergeladen, neu
verlinkt und weiterverbreitet. Der Clip über die angebliche
Koranverbrennung…
Judi-Gen-Plus Seife:
Damit
wir unser Land nicht aufs Spiel setzen
Natürlich gibt es jüdische Gene! Wer das
bestreitet ist eindeutig Antisemit. Was viele jedoch nicht
wissen: Es gibt heute die Möglichkeit, einzelne jüdische Gene
medizinisch zu nutzen...
Für die ersten Herbsttage:
haGalil Fernsehtipps
Vom 16.09. bis 30.09.2010 …
Nachfolge:
Wachwechsel im Berliner Antisemitismus-Institut
Wolfgang Benz, seit 1990 Leiter des 1982 gegründeten
Instituts für Antisemitismusforschung geht in Rente. In der
engeren Auswahl der von Werner Bergmann (vom ZfA) geleiteten
Berufungskommission gilt Klaus Holz, Generalsekretär der
Evangelischen Akademien in Deutschland e.V. (EAD), als Favorit…
Aufklärung verlangt:
Wieder rechtsextremer Referent beim Studienzentrum Weikersheim
Der Sindelfinger Landtagsabgeordnete und
Extremismusexperte im badenwürttembergischen Landtag, Stephan
Braun, übt scharfe Kritik am CDU-nahen "Studienzentrum
Weikersheim" (SZW). Der Anlass: Wieder einmal offenbare das SZW
Schwierigkeiten mit einer klaren Abgrenzung zum extremen rechten
Rand in dem es Wjatscheslaw Daschitschew als Referenten geladen
habe. Der Hamburger Verfassungsschutz stuft Daschitschew als
eine internationale Größe des Rechtsextremismus ein...
Jüdisches Leben in Memmingen nach 1945:
Antisemitischer Mythos beschäftigte Gerichte
Im Dezember 1948 bezichtigte eine deutsche Vermieterin ihren
polnisch-jüdischen Untermieter, ihr Kind mit Alkohol gefügig
gemacht zu haben, um ihm anschließend Blut für rituelle Zwecke
abnehmen zu können. Ein Anwalt stellte im Namen seiner Mandantin
Strafanzeige beim Amtsgericht Memmingen. Das Gericht verhandelte
den Sachverhalt in einer öffentlichen Sitzung…
Ein dringend notwendiger Hilferuf:
Das wundersame
Toleranzverständnis in der fränkischen Gemeinde Ermreuth
Orthodoxe Juden, getaufte Osmanen, christliche Nachbarn und
ein Neo-Nazi...
In Heidelberg wurde das Grab von Hilde Domin auf dem
Bergfriedhof geschändet. Eine Besucherin entdeckte am Mittwoch ein
Hakenkreuz, das mit roter Farbe auf die Grabplatte gesprüht wurde.
Auch im angrenzenden jüdischen Friedhof wurden Hakenkreuz
Schmierereien entdeckt. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei
Heidelberg unter Tel.-Nr. 06221/99-2421 entgegen.
Brisante Wohngemeinschaft:
KZ-Häftlinge und Nazis unter einem Dach
Vor 65 Jahren leitete Gräfin Ingeborg Kalnoky
in Nürnberg ein besonderes Gästehaus…
Sarrazin:
Presseschau
Nicht nur in Umfragen und Wissenschaft, auch in der Presse wird die
momentane Debatte unterschiedlich bewertet…
Sarrazin:
Umfragen
Die Bundesbank müsse Thilo Sarrazin wegen dessen umstrittener Äußerungen zu
Juden und Migranten nicht entlassen, das sagt die Mehrheit der Deutschen
laut einer Emnid-Umfrage für den Nachrichtensender N24. Inhaltlich stimmen
die meisten Deutschen Sarrazin aber dennoch nicht zu…
Hart aber fair:
Deutschland streitet
Sarrazin: "Ich bin kein Rassist..."...
Alles so schön bunt hier:
haGalil Fernsehtipps
Vom 1. bis 15. September 2010 …
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