antisemitismus.net / klick-nach-rechts.de / nahost-politik.de / zionismus.info

Judentum und Israel
haGalil onLine - http://www.hagalil.com
     

 


 
Möllemann bleibt Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft
 

Berlin (dpa) - Der frühere FDP-Spitzenpolitiker Jürgen Möllemann ist mit großer Mehrheit als Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft wiedergewählt worden. Das teilte Generalsekretär Harald Bock am Freitag in Berlin mit. Von 163 stimmberechtigten Mitgliedern hätten zwei gegen Möllemann gestimmt, 5 hätten sich enthalten. Möllemann erneuerte seine Kritik an der israelischen Regierung sowie am Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman.

Nach der Sitzung sagte Möllemann vor Journalisten, der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon habe für das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern «ein Konzept von Über- und Unterordnung». Die Deutsch-Arabische Gesellschaft wolle «ein friedliches Miteinander von Palästinensern und Israelis auf der Basis der Gleichberechtigung», sagte Möllemann. «Scharon ist gegen dieses Gleichberechtigungskonzept.» Er hoffe, «dass die Israelis demnächst einen anderen an die Stelle von Scharon wählen werden».

Erneut kritisierte der frühere FDP-Vize auch Friedman. In der Sitzung habe er erklärt, dass er den «starken Einfluss», den Friedman in Deutschland habe, «für überzogen» halte.

Möllemann deutete noch einmal an, im Falle eines Ausschlusses aus der FDP eine eigene Partei zu gründen. Zwar wolle er in der FDP bleiben. «Aber die FDP kann mich nicht daran hindern, überhaupt politisch tätig zu sein. Das heißt, ich werde mir überlegen, wie ich politisch tätig sein kann, wenn ich rausgeschmissen werde.» Möllemann muss am kommenden Dienstag vor der FDP-Landtagsfraktion im Rahmen des gegen ihn laufenden Ausschlussverfahrens Stellung nehmen.

An dem Treffen der Deutsch-Arabischen Gesellschaft nahm auch der wegen seiner anti-israelischen Attacken umstrittene nordrhein- westfälische Landtagsabgeordnete Jamal Karsli teil. Karsli will eine eigene Partei gründen. Seine Kritik an Israel und den Juden hatte im Frühsommer 2002 eine Antisemitismus-Debatte in der FDP ausgelöst. Damals war er bei den Grünen ausgetreten und vom damaligen FDP- Landeschef Möllemann in die Landtagsfraktion geholt worden. Möllemann scheiterte aber damit, den gebürtigen Syrer dauerhaft aufzunehmen.

Mitte 2002 hatte es wegen Möllemanns Kritik an der israelischen Regierung und an Friedman heftigen Wirbel um die Deutsch-Arabische Gesellschaft gegeben. Im Juni war der Bundestagsabgeordnete Christoph Moosbauer als Vize-Präsident der Gesellschaft zurückgetreten. Auch andere SPD-Abgeordnete und der Nahost-Experte und Ex- Entwicklungshilfeminister Hans-Jürgen Wischnewski waren damals aus der Gesellschaft ausgetreten.


 
 


DE-Titel
US-Titel

Books

haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München

1995-2013 © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved